Umfrage: Welche Quarze und Oszillatoren sollten nicht mehr zum Einsatz kommen?

Die Auswahl an Quarzen und Oszillatoren ist groß – doch es gibt Typen, von deren Einsatz die Anbieter abraten, insbesondere wenn es um neue Designs geht. Hier einige Beispiele:

Axel Gensler (Product Manager von Endrich Bauelemente)

»Bausteine in den Zwischengrößen 6 x 3,5 mm und 4 x 2,5 mm sollte der Anwender für neue Designs nicht mehr einsetzen. Der Fokus der Quarzhersteller liegt auf den Bauformen 7 x 5 mm, 5 x 3,2 mm, 3,2 x 2,5 mm und kleiner. Das große bzw. steigende Angebot dieser Größen verspricht die besseren Preise. Auch den HC-49/U empfehlen wir nicht mehr. Die Bausteine sind verhältnismäßig groß und auch meist nur als Schüttgut lieferbar.«

Gerd Reinhold (Produktmarketing FCP von WDI)

»Wir raten bei Neudesigns generell von 2-Pad-SMD-Keramikgehäusen ab, weil diese sich weniger am Markt durchgesetzt haben und, verglichen zum 4-Pad-SMD, eine oftmals schlechtere Verfügbarkeit aufweisen. Zudem raten wir den Kunden, nicht auf kleinste Baugrößen bzw. Bauformen zurückzugreifen, wenn die Applikation das nicht unbedingt erfordert! Denn sehr kleine Bauformen bringen oft auch technische Einschränkungen und Nachteile mit sich. Zum Beispiel sind die ESR-Werte kleinerer Bauformen in der Regel deutlich höher als bei größeren. Das führt in der Praxis immer wieder zu Problemen.«

Detlev Seiler (Geschäftsführung von Jauch Quartz)

»Wir raten vom Einsatz bedrahteter Uhrenquarze für neue Applikationen ab; hier ist der Materialanteil sehr groß, und die Materialpreise steigen. Die Kunden sollten auf SMD umsteigen. Bei den Oszillatoren raten wir vom Einsatz der DIL-Gehäuse ab. Diese werden nach und nach vom Markt verschwinden.«