Ausschließlicher Einsatz in Nischenmärkten begrenzt das Marktpotential Umbruch bei den MEMS-Sensoren

Die MEMS-Bausteine erobern den „Consumer“-Markt, die Fertigungslinien werden auf 300 mm umgestellt, und das Geschäft der MEMS-Fertigungsdienstleister (Foundries) wächst schneller als der übrige Halbleiter-Markt...

Ausschließlicher Einsatz in Nischenmärkten begrenzt das Marktpotential

Die MEMS-Bausteine erobern den „Consumer“-Markt, die Fertigungslinien werden auf 300 mm umgestellt, und das Geschäft der MEMS-Fertigungsdienstleister (Foundries) wächst schneller als der übrige Halbleiter-Markt. Viele der „Start-up“-Unternehmen im MEMS-Bereich setzen zudem auf die Fertigungsdienstleister (fab-less) und unterhalten im eigenen Hause lediglich eine Pilotfertigung (fab-light).

In den letzten zwölf Monaten hat sich in der MEMS-Industrie ein spürbarer Wandel vollzogen. Dabei spiegeln die Veränderungen sich nicht nur in den Marktzahlen wider. Hinzu kamen Signale, die darauf hinwiesen, dass die MEMS-Bausteine schneller als erwartet in die Phase der Marktreife eintreten. Eine neue Marktstudie des Marktforschungsunternehmens Yole Developpement [1], die einen Zeithorizont von fünf Jahren in Betracht zieht, geht zunächst davon aus, dass das Marktvolumen der MEMS-Bausteine im Jahr 2011 auf 10,7 Mrd. Dollar wächst (Bild 1). Ausgehend von einem Marktvolumen von 5,9 Mrd. Dollar (2006) ergibt sich hier als Kennziffer eine mittlere jährliche Wachstumsrate von 13 % (CAGR – Cumulative Annual Growth Rate). Allerdings ist der MEMS-Markt ungemein stark diversifiziert nach ganz bestimmten Bausteinen, die für sich jeweils Nischenmärkte mit sehr unterschiedlichen Wachstumsraten bilden (Tabelle). Dabei zeichnet sich als Trend ab, dass immer mehr MEMS-Bausteine im „Consumer“-Bereich eingesetzt werden, etwa in Digital-Kameras oder Handys. Andere Anwendungen finden sich in den Bereichen Industrie sowie Medizin- und Sicherheitstechnik.