TSMC und Altera korrigieren Aussichten nach oben

Gute Nachrichten gibt es derzeit kaum. Mit TSMC und Altera haben zwei große Halbleiterunternehmen ihre Umsatzprognosen nach oben korrigiert. Zwar fallen diese Korrekturen gering aus, allerdings deuten sie auch auf eine Stabilisierung der Lage hin.

Es gibt ein paar Firmen, die man durchaus als Gradmesser für die Halbleiterindustrie bezeichnen kann. Dazu gehört auch die taiwanesiche Foundry TSMC. Wie jeden Monat hat die Foundry jetzt die Geschäftszahlen für den abgelaufenen Monat veröffentlicht.

Im Vergleich zum Vorjahr ist der Umsatz im Februar um 58,4 Prozent zurückgegangen. In konkreten Zahlen ist das ein Rückgang von 29,3 Milliarden Taiwan-Dollar (663 Mio. Euro) auf rund 12,18 Milliarden Taiwan Dollar (278 Mio. Euro).

Im Vergleich zum Januar 2009 ging der Umsatz um rund 7,5 Prozent zurück.
Überraschend an den Geschäftszahlen ist, dass TSMC die Umsatzprognose für das erste Quartal korrigierte. Allerdings nicht nach unten, sondern nach oben. So soll sich der Umsatz zwischen 36 und 38 Mrd. Taiwan-Dollar einpegeln. Ursprünglich war TSMC noch von 32 bis 35 Mrd. Taiwan-Dollar ausgegangen. Damit würde der Monatsumsatz erstmals seit fünf Monaten nicht fallen.

Als Grund gibt TSMC kurzfristige Auftragseingänge aus China sowie den stärkeren Dollar an.

Nach oben korrigiert hatte zuletzt auch Altera. So geht der FPGA-Entwickler für das erste Quartal von einem bis zu 5 Prozent niedrigeren Umsatzrückgang als geplant aus. Auch bei Altera war China der Grund für die Korrektur, da das Land die Bausteine für den Aufbau seiner 3G-Wireless-Infrastruktur braucht.

Diese Entwicklungen könnten ein Hinweis darauf sein, dass der hohe Umsatzrückgang der letzten Monate seinen tiefsten Punkt erreicht und sich die Lage auf einem niedrigen Niveau stabilisiert. Marktforscher wie Bill McClean von IC Insights gehen davon aus, dass die Umsätze von diesem niedrigen Niveau aus, im zweiten Halbjahr auch wieder steigen.

Die Zahlen von TSMC scheinen genau das zu bestätigen. Zwar geht der Umsatz weiter zurück aber weit weniger heftig als im November oder Dezember, als es jeweils um rund 32 Prozent nach unten ging. Der Vergleich mit dem Vorjahr (fast minus 60 Prozent) zeigt jedoch, auf welchem Niveau sich die Lage stabilisiert.

Jetzt muss sich zeigen, ob es sich bei Prognosen wie von TSMC oder Altera tatsächlich um einen Trend oder um ein Strohfeuer handelt.