Analoge ICs TI erweitert Fertigungskapazität erneut

Texas Instruments will die Fertigung von analogen ICs erneut erhöhen. Dazu soll die Kapazität der 300-mm-Fab im texanischen Richardson noch einmal verdoppelt werden.

Die Ausrüstung für diese Kapazitätserweiterung  hat sich TI erneut bei der Konkursmasse von Qimonda besorgt. Etwa 100 Tools für die 300-mm-Fertigung von den ehemaligen Qimonda-Fabs in den USA und Dresden werden nun zusätzlich in Richardson aufgebaut. Das neue Equipment hat rund 75 Millionen Dollar gekostet und soll sofort installiert werden.

Bereits im September 2009 hatte TI für 172,5 Millionen Dollar einen Teil der 300-mm-Fertigungslinien von Qimondas US-Werk gekauft und es in die Fab nach Richardson gebracht. Dort laufen jetzt die Vorbereitungen für die Produktion. Die ersten ICs, die dort gefertigt werden, soll es Ende des Jahres geben.

Mit der geplanten Erweiterung soll der Umsatz der Fab bei 2 Milliarden Dollar im Jahr, statt der ursprünglichen 1 Mrd. Dollar liegen. Im gesamten Jahr 2009 hatte TI einen Umsatz von 10,4 Milliarden Dollar erzielt.

Voll belegt ist die 100.000 qm große Fab aber dann immer noch nicht. Wenn die neu erworbenen Tools dazugekommen sind, wird sie zu zwei Dritteln belegt sein. Es gibt also noch Platz für zusätzliche Erweiterungen.

Bereits im vierten Quartal 2009 hatte TI angekündigt, seine 200-mm-Fertigung in Freising sowie in Dallas und im japanischen Miho zu erweitern. Die nun bekannt gegebene Erweiterung der Fab in Richardson ist daher Teil der Strategie des Unternehmens, seine Analog-Kapazität schrittweise zu erhöhen und damit eine höhere Nachfrage bedienen zu können.

Offensichtlich planen auch andere Unternehmen, ihre Kapazitäten für analoge ICs zu erweitern. So hatten US-Medien in der vergangenen Woche berichtet, dass Linear Technology seine Fertigung im Bundesstaat Washington möglicherweise verdoppeln wolle.