TI baut 3400 Stellen ab

Umsatz und Gewinn sind bei Texas Instruments im vierten Quartal deutlich zurückgegangen. Mit dem Stellenabbau reagiert der drittgrößte Halbleiterhersteller der Welt auf die nachlassende Nachfrage.

Texas Instruments hat im abgelaufenen Quartal einen Umsatz von 2,49 Mrd. Dollar bei einem Gewinn von 107 Mio. Dollar erzielt. Das ist ein Umsatzrückgang von 30 Prozent und ein Gewinnrückgang von 86 Prozent im Vergleich zum Vorjahresquartal.

Die Gründe für den Umsatzrückgang liegen in der nachlassenden Nachfrage in allen Bereichen und in den Kosten für die nicht ausgelasteten Fabs. Außerdem schlagen Restrukturierungskosten in Höhe von rund 254 Mio. Dollar zu Buche. Das Auftragsvolumen ging im Vergleich zum Vorjahr um 47 Prozent zurück.

Aufgrund der nachlassenden Nachfrage sieht sich TI gezwungen, 3400 Stellen abzubauen, was 12 Prozent der gesamten Belegschaft entspricht. 1600 Stellen sollen durch altersbedingtes und freiwilliges Ausscheiden abgebaut werden. Die Kosten für den Stellenabbau werden 300 Mio. Dollar betragen. Ein Teil davon ist bereits in den Restrukturierungskosten dieses Quartals enthalten.

TI-Chef Rich Templeton sagte, dass das Unternehmen seine Ausgaben an die sich abschwächende Wirtschaft anpassen müsse, um in der Zukunft finanziell gut aufgestellt zu sein und investieren zu können. Außerdem rechnet Templeton nicht damit, dass sich die wirtschaftliche Lage kurzfristig erholen werde.

Der Großteil der Stellen soll in den Bereichen wegfallen, die nicht zum Kerngeschäft gehören. Zum Kerngeschäft zählen zum Beispiel die Bereiche »Analog« und »Embedded Processing«.

Für das gesamte Jahr 2008 weist TI einen Umsatz von 12,5 Mrd. Dollar und einen Gewinn von 1,9 Mrd. Dollar aus. Das ist ein Umsatzrückgang von 10 Prozent und ein Gewinnrückgang von 27 Prozent im Vergleich zu 2007.

Für das erste Quartal 2009 geht TI von einem Umsatz von 1,6 bis 2,1 Mrd. Dollar sowie einem geringen Gewinn oder sogar einem Verlust aus.