Texas Instruments kauft Luminary Micro

Der Halbleiterhersteller Texas Instruments hat den Kauf von Luminary Micro bekannt gegeben. Das Unternehmen, Hersteller von ARM-Cortex-M3-basierenden Mikrocontrollern, befand sich bisher in Privatbesitz.

Ein Kaufpreis wurde nicht genannt. Das nur 55 Mitarbeiter starke Start-up-Unternehmen aus Austin, Texas, hat mit Produkten wie der MCU-Serie Stellaris großen Unternehmen wie NXP und ST Microelectronics in der Vergangenheit erfolgreich die Stirn gezeigt.

Texas Instruments ist schon seit langem Partner von ARM, allerdings lediglich im Bereich der Applikations-Prozessoren Cortex-A8 und Cortex-A9, die z.B. in den OMAP-Chips verarbeitet sind. Im Bereich der ARM-basierten Mikrocontroller hatte TI lediglich ein großes schwarzes Loch, das jetzt mit den Luminary-Micro-Produkten gefüllt wird.

Die Firma selbst geht als eigenständige Geschäftseinheit in TI ein und bleibt in Austin, Texas. Die offizielle Bezeichnung wird »TI AEC Austin« lauten. Jim Reinhart, bis jetzt CEO bei Luminary Micro, wird General Manager für das ARM-MCU-Geschäft.

Durch die Aquise durch Texas Instruments ist die Zielgruppe für die Stellaris-Mikrocontroller bedingt durch die weltweite Marketing- und Sales-Organisation von TI um ein vielfaches gewachsen. Die MCUs zielen auf kostensensitive Anwendungen u.a. aus den Bereichen Automatisierung und Medizintechnik, die neben hoher Rechenleistung auch eine umfangreiche Pheripherieausstattung benötigen.

Bei ARM begrüßte man die Aquisition. Reinhard Keil, Direktor für MCU-Tools bei ARM, erklärte, dass sich Texas Instruments und Luminary Micro gut ergänzen und dass der Cortex-M3-Prozessor so Zugang zu weiteren Märkten finden würde. Mike Inglis, General Manager des Geschäftsbereiches Prozessoren bei ARM, hat darauf hingewiesen, dass Luminary Micro der erste Lizenznehmer des Cortex-M3 überhaupt war und zahlreiche signifikante Design-Wins verbuchen konnte.

Die Aquisition durch Texas Instruments fasst er dann auch als Bekenntnis von TI zum Cortex-M3 auf.