TDK will Epcos übernehmen

Für 1,2 Milliarden Euro will TDK sein Geschäft mit elektronischen Komponenten mit Epcos zusammenlegen.

TDK und Epcos haben die Unterzeichnung eines »Business Combination Agreements« bekannt gegeben. Ziel ist es, Epcos und TDKs Geschäft mit elektronischen Komponenten zusammenzulegen.

Dafür bietet TDK den Aktionären von Epcos eine Summe von 17,85 Euro pro Aktie. Das ist ein Aufschlag von rund 50 Prozent auf den Durchschnittskurs der letzten 3 Monate. Dieses Angebot hat einen Wert von 1,2 Milliarden Euro. Derzeit hält TDK bereits 2,5 Prozent der Anteile von Ecpos.

Sollte die Übernahme erfolgreich verlaufen, würde TDK als nächsten Schritt das Geschäft mit elektronischen Komponenten unter dem Namen »TDK EP Components« ausgliedern. Das soll dann im nächsten Jahr bei der TDK-Hauptversammlung beschlossen werden. Die Markennamen Epcos und TDK soll es vorerst weiter geben.

Aus Sicht von TDK dürfte vor allem der europäische Markt interessant sein, auf dem das Unternehmen bisher nur schwach vertreten ist. Außerdem ist Epcos im Automotive- und Industrie-Bereich besser aufgestellt als TDK. Bei den Produktbereichen verfügt Epcos über ein größeres Angebot an HF- Bausteinen, Sensoren sowie Elektrolyt- und Folienkondensatoren.

Epcos hingegen ist weniger auf dem asiatische Markt vertreten, wo die Konsumelektronik und die IT-Industrie sehr stark sind. In Europa gäbe es für Epcos in diesem Bereich fast keine Kunden mehr, sagte Gerhard Pegam, CEO von Epcos.

Ein weiterer Grund für die Zusammenlegung ist die bessere Wettbewerbsfähigkeit des neuen Unternehmens, dass praktisch weltweit und in allen Segmenten vertreten ist.