TDK-Inverter bei Sasco Holz

Im Zuge eines paneuropäischen Abkommens mit Arrow Electronics vertreibt die Sasco Holz ab sofort sämtliche Inverter-Produkte des Herstellers TDK.

Schon seit Jahren arbeiten Forscher an elektronischen Schaltungen, die erblindeten Menschen unter bestimmten Voraussetzungen wieder zur Sehkraft verhelfen können. Nach zahlreichen Tierversuchen liegen nun auch erste Ergebnisse menschlicher Patienten vor. Das Prinzip funktioniert, wenn auch derzeit im Vergleich zum gesunden Auge erst zehnprozentiges Sehvermögen erzielbar ist. Für eine Umfeldorientierung ist dies jedoch hinreichend.

Der Vertrag ist für das gesamte Vertriebsgebiet des Distributors gültig. Die Inverter sind dem Sasco Holz »Display Competence Center« zugeordnet, das neben LCD- und OLED-Technologien auch Kabelsätze, Graphikadapter, Backlights, Touchscreens und Sensoren umfasst. Jeder TDK-Inverter ist mit seinen Parametern auf das zugehörige Display abgestimmt. Die passenden Anschlusskabel zwischen dem Controller-Board und dem Inverter sind ebenfalls bei Sasco Holz erhältlich.

»Um unser Angebot und unsere Dienstleistungen im ’Display Competence Center' abzurunden, wollen wir von hochwertigen Anzeigen bis zu jedem benötigten Zubehörartikel alle Display-Technologien aus einer Hand anbieten«, sagt Volker Schubert, Business Development Manager Displays bei Sasco Holz. Das große Spektrum von TDK ermögliche es, ohne langwierigen Aufwand bei der Suche nach angepassten und von Display-Herstellern verifizierten Invertern eine komplette Lösung anzubieten. TDK ist der neunte Hersteller, dessen Technologien im Display Competence Center zusammengefasst sind.

Vor ein paar Jahren berichtete die Elektronik [1] über die Vorarbeiten für menschliche Retina-Implantate, die seinerzeit am Naturwissenschaftlich-Medizinischen Institut (NMI) der Universität Tübingen in Reutlingen liefen. Hier wurden die Arbeiten auch anderer deutscher Institute zusammengeführt, wie der Universitäts-Augenkliniken in Tübingen und Regensburg, des Instituts für Mikroelektronik in Stuttgart, der Philipps-Universität in Marburg oder der Ruhr-Universität in Bochum. Die seinerzeitigen Planungen gingen davon aus, dass man zunächst in Tierversuchen die Machbarkeit der Arbeiten an einem Retina-Implantat zeigen wollte, um dann 2006 Human-Implantate an den Markt zu bringen.

In Deutschland gab es schon immer zwei verschiedene Konsortien, die auf unterschiedlichen Wegen zu einer Retina-Augenprothese kommen wollten. Das „Subret-Konsortium“ entwickelt eine Prothese, die unter die Netzhaut implantiert werden soll, das „Epiret-Konsortium“ hatte die Entwicklung einer auf der Netzhaut aufgelegten Prothese zum Ziel. Dieser Beitrag konzentriert sich auf die subretinale Variante, bei der nun erste Erfahrungen beim Menschen vorliegen. Sie gilt derzeit als die Lösung, die besonders erfolgversprechend ist.

Das Arbeitsprinzip des Retina-Implantats

Zwei der wichtigsten Augendegenerationen sollen damit angegangen werden: Die Retinitis Pigmentosa, die erblich bedingt ist und als unheilbar gilt, und die im Alter sehr häufig auftretende Makula-Degeneration, die zu einer Volkskrankheit geworden ist. Etwa zwei Millionen Menschen leiden allein in Deutschland darunter.

Im letzteren Fall liegt das Problem in der Makula, einem wenige Quadratmillimeter großen Areal der Netzhaut, auch „gelber Fleck“ genannt. Hier liegt der Punkt des schärfsten Sehens. Die Degeneration ist eine Folge der Ablagerung von fettähnlichen Abfallstoffen, was letztlich die Sinneszellen zerstört. Der Prozess beginnt meist erst nach dem 70. Lebensjahr und schreitet langsam voran. Anfangs hat der Patient nur das Gefühl, dass er mehr Licht zum Lesen braucht oder dass die Kontraste schwächer werden. Später folgt ein Verschwinden der Farbwahrnehmung, zum Schluss wird selbst das Erkennen von Personen zum Problem.

Etwa 75 000 neue Patienten pro Jahr sind weltweit potentielle Nutzer eines Retina-Implantats. Zwei biologische Bedingungen müssen erfüllt sein, damit ein Retina-Implantat funktionieren kann. Zum einen muss die Optik des Auges mit der Linse funktionsfähig sein und ein (Kopf stehendes) Abbild des Umfelds auf der Netzhaut liefern. Zum anderen muss die Netzhaut in der Lage sein, die vom Retina-Implantat erzeugten elektrischen Impulse aufzunehmen und an das Gehirn weiterzuleiten.

Das vom Auge auf die Retina projizierte Bild wird dort umgewandelt in ein Muster aus elektronischen Reizströmen. Erzeugt wird dieses Muster durch das winzige Array aus Photodioden. Die erfassten Helligkeiten werden in kleine elektrische Ströme gewandelt, verstärkt und über stimulierende Elektroden an die darüber liegende Netzhaut abgegeben. Dabei wird die Erkenntnis genutzt, dass selbst bei degenerierter Netzhaut das meist noch funktionsfähige Seh-Netzwerk zur Weiterleitung und Verarbeitung der Reizströme in der Lage ist. Natürlich kann man nicht die 100 Millionen Photorezeptoren des menschlichen Auges ersetzen – aber die Implantat-Technologie steht ja auch erst am Anfang.