TDK baut 8000 Stellen ab

Der japanische Elektrokonzern hat seine Umsatzerwartungen deutlich zurückgenommen und reagiert mit harten Einschnitten. Auch die Kondensatorfertigung ist betroffen.

So hat TDK seine erst im Oktober aufgestellten Umsatzpläne für das Geschäftsjahr, das am 31. März 2009 endet, noch einmal um rund 15 Prozent nach unten korrigiert. Demnach erwartet TDK statt der 795 Mrd. Yen (rund 6,6 Mrd. Euro) nur noch einen Umsatz von 673 Mrd. Yen (rund 5,6 Mrd. Euro). Im Gegensatz zum Vorjahr wäre das ein Umsatzrückgang von fast 23 Prozent.

Außerdem geht TDK jetzt von einem Verlust statt von einem Gewinn aus.
Diese dramatische Umsatzentwicklung hat dazu geführt, dass der Konzern ein umfangreiches Sparprogramm startet.

So sollen Produktbereiche mit niedrigen Profiten eingestellt bzw. verkauft werden. Außerhalb Japans sollen vier Produktionsstätten sowie ein Forschungs- und Entwicklungszentrum geschlossen werden.

Rationalisiert werden soll auch bei der Kondensatorfertigung. Erst im vergangenen Jahr hatte TDK den deutschen Kondensatorhersteller Epcos übernommen.

Was genau von den Maßnahmen, von denen sich TDK Einsparungen in Höhe von rund 520 Millionen Euro verspricht, betroffen ist, ist noch nicht bekannt. Als einzigen Fakt nannte TDK bisher, dass rund 8000 Stellen abgebaut werden sollen, in erster Linie außerhalb Japans.

Als Gründe für den Umsatzrückgang nannte TDK einen Einbruch bei den Aufträgen seit Oktober sowie der gegenüber dem Dollar stärker werdende Yen.