SystemVerilog-Testbenches strukturiert Debuggen

Die neue Version des automatischen Debug-Systems Verdi von Springsoft unterstützt nun auch SystemVerilog-Testbenches (SCTB). Das Tool bietet eine neue, auf Meldungen aufbauende, strukturierte Methode für das automatisierte SVTB-Debuggen, mit der sich selbst komplexes Testbench-Verhalten analysieren lässt.

Das jüngste Release von Verdi umfasst einen automatisierten, meldungsbasierten Protokolliermechanismus und neue Werkzeuge, die auf den bekannten HDL-Debug-Funktionen des Verdi-Systems aufbauen und speziell für die Anwendung auf Testbenches entwickelt wurden.

Die Verdi-SVTB-Debug-Lösung bietet zudem einen interaktiven Simulationsmodus, um Probleme zu identifizieren, die die Protokollfunktion allein nicht aufdeckt. »SVBT ermöglicht einen Verifikationsansatz, der auf einer höheren Abstraktionsebene abläuft und dem entspricht, was in der übrigen Softwarewelt üblich ist«, so Oz Levia, VP of Product Marketing bei SpringSoft. »Verdi bietet als erstes Tool einen strukturierten Ansatz für die Automatisierung der Fehlersuche und der Fehlerbehebung von SVTB, der mit der abstrakten und dynamischen Natur der Testbench-Verifikation umgehen kann«, erklärt Levia weiter.

Damit könne der Ingenieur das komplexe Testbench-Verhalten, das mit der Design-Aktivität korreliert, besser verstehen sowie die Vorgänge in der gesamten Design- und Verifikationsumgebung analysieren und überwachen.

Das Verdi-System unterstützt uneingeschränkt SVTB-Quellcode bei gleichzeitig enger Synchronisierung der Design- und der Testbench-Daten. Es zeichnet alle Testbench-Meldungen und -Daten automatisch auf und legt sie in der von SpringSoft entwickelten FSDB-Datenbank (Fast Signal Database) ab. Darauf aufbauend vermittelt das System einen Überblick über die Testbench-Aktivität, die im Zusammenspiel mit den ebenfalls in der FSDB-Datenbank enthaltenen Designdaten (wie Signalwechsel oder Assertions) analysiert werden kann, um ein vollständiges Bild der Vorgänge in der gesamten Umgebung zu erhalten.

Neue, einfach zu bedienende Klassen- und Funktions-Browser unterstützen die deklarative Natur der Testbench-spezifischen Programmierstile. Mit diesen spezialisierten Testbench-Browsern können Ingenieure SVTB-Strukturen und Simulationsergebnisse visualisieren, durch die Hierarchie der Testbench-Module navigieren und Signale im Quellcode automatisiert nachverfolgen, um so komplexen Testbench-Code zu verstehen sowie die Ursache von Testbench-Problemen aufzudecken.

Darüber hinaus ist der automatisierte Protokolliermechanismus in einen interaktiven Simulationsmodus eingebettet, der mit den bei Anwendern verbreiteten Simulatoren zusammenarbeitet. Damit steht dem Ingenieur eine Lösung zur Verfügung, mit der er das Testbench-Verhalten an einer bestimmten Stelle und zu einem bestimmten Zeitpunkt detailliert auswerten kann.

Die neuen SVTB-Debug-Funktionen sind Bestandteil der aktuellsten Version des »Verdi Automated Debug System«. Der Preis für eine Einjahreslizenz beträgt rund 14.000 Dollar.