Synopsys kauft Sigma-C

Mit der Übernahme des deutschen EDA-Unternehmens Sigma-C setzt Synopsys seine Design-for-Manufacturing-Strategie konsequent fort.

Sigma-C hat sich in den letzten Jahren zu einem der führenden Unternehmen für Lithographie-Simulationstools im Halbleitermarkt entwickelt. Die Software von Sigma-C simuliert den Lithographieprozess von einzelnen Blöcken eines Chip-Designs. »Im Gegensatz zu Full-Chip-Tools, die nur sehr oberflächliche Ergebnisse erzeugen, ist es mit der Sigma-C-Software möglich, kleinere Blöcke in der Größenordnung von 20 mal 20 µm sehr genau zu simulieren«, erklärt Dr. Wolfgang Fichtner, General Manager Technology CAD und Vice President Engineering Silicon Engineering Group von Synopsys. Dadurch sei es möglich, die Fehlerliste, die ein Full-Chip-Tool ausgibt, nochmals gezielt einer Simulation zu unterziehen. »Bei Designs unter 90 nm ist eine Lithographie-Simulation unumgänglich, um korrekte Maskenergebnisse zu erzielen«, so Dr. Fichtner. Der Kaufpreis beträgt 20,5 Mio. Dollar. Laut Dr. Fichtner steht fest, dass durch die Übernahme keine Arbeitsplätze verloren gehen und der Hauptsitz weiterhin in München sein wird.