STMicroelectronics will 4500 Stellen abbauen

Der französisch-italienische Chiphersteller will in diesem Jahr rund 700 Millionen Dollar sparen. Von den Sparmaßnahmen sind weltweit 4500 Mitarbeiter betroffen.

Die Sparmaßnahmen sollen eine Mischung aus bereits laufenden Umstrukturierungen und neuen Maßnahmen sein. Welche Bereiche davon betroffen sind, wurde nicht bekannt.

Das vierte Quartal war für STMicroelectronics wie bei allen großen Halbleiterherstellern von einem deutlichen Umsatzrückgang geprägt. So ging der Umsatz im Vergleich zum Vorjahr um 17 Prozent auf rund 2,276 Mrd. Dollar zurück. Der Verlust lag bei 366 Millionen Dollar.

Der Grund für den Rückgang ist die weiter zurückgehende Nachfrage sowie höhere Kosten für nicht genutzte Kapazitäten. So häuften sich bis Ende des letzten Quartals Lagerbestände im Wert von 1,48 Mrd. Dollar an.

Den größten Rückgang gab es im Bereich Automotive, wo der Umsatz im Vergleich zum Vorjahr um 27 Prozent fiel. Im Bereich Konsumelektronik fiel der Umsatz mit minus 12 Prozent noch vergleichsweise moderat aus.

Trotz allem gab es auch positive Entwicklungen für STMicroelectronics. So konnte das Unternehmen sein Produktangebot verbessern und Marktanteile gewinnen. Außerdem sieht sich STM auf einer soliden finanziellen Basis.

Für das kommende Quartal geht STM von einem Umsatz zwischen 1,5 und 1,85 Mrd. Dollar aus. Um Lagerbestände abzubauen, soll die durchschnittliche Fab-Auslastung bei 50 Prozent liegen.

Für das Gesamtjahr 2008 weist STM einen Umsatz von 9,842 Mrd. Dollar aus, was ein leichter Rückgang gegenüber den rund 10 Mrd. Dollar im Jahr 2007 ist. Der Verlust lag bei 198 Mio. Dollar. In diesem Verlust enthalten sind aber auch Belastungen durch die Ausgliederung der Speicher-Sparte in Numonyx.