STMicroelectronics: Vom Speicher-Geschäft befreit

Trotz des ungünstigen Wechselkurses konnte STMicroelectronics den Umsatz um fast 15 Prozent steigern und die Verluste zurückfahren.

Das zweite Quartal 2008 war das erste Quartal für STMicroelectronics nach der Ausgliederung des Flash-Speicher-Geschäfts, das seit dem 30. März zu Numonyx gehört.

Würde man das Flash-Speicher-Geschäft aus den Bilanzen nehmen und die ersten beiden Jahreshälften 2007 und 2008 miteinander vergleichen, dann wäre STMicroelectronics um 13,2 Prozent gewachsen. Mit dem bis zum ersten Quartal noch enthaltenen Flash-Speicher-Geschäft ging der Umsatz  jedoch nur um 3,8 Prozent nach oben.

Im Quartalsvergleich konnte STMicroelectronics im zweiten Quartal den Umsatz um 14,6 Prozent im Vergleich zum Vorjahr steigern. Der Umsatz stieg auf 2,39 Milliarden Dollar bei einem Verlust von 47 Millionen Dollar. Der Verlust hatte im vergangenen Jahr noch bei 758 Mio. Dollar gelegen. Diese Zahl war deshalb so hoch, da die Ausgliederung des Flash-Speicher-Geschäftes mit 906 Mio. Dollar zu Buche schlug.

Den größten Teil des Umsatzes im zweiten Quartal machten anwendungsspezifische Produkte aus. Der Umsatz stieg hier um 15,9 Prozent auf 1,5 Mrd. Dollar. Besonders gut verkauften sich Bauteile für 3G-Mobilfunk sowie für tragbare Navigationsgeräte.

Der »Industrial and Multisegment«-Sektor wuchs im Jahresvergleich um 12,8 Prozent auf 865 Mio. Dollar. Gefragt waren u.a. analoge Mikrocontroller und MEMS-Produkte.

CEO Carlo Bozotti begründete das Umsatzwachstum mit einer Verbesserung des Produktportofolios sowie dem Gewinn von Marktanteilen.

STMicroelectronics plant außerdem den Verkauf einer 200-mm-Fab im amerikanischen Phoenix. In die Erneuerung der Anlagen will das Unternehmen nicht mehr investieren.