STMicroelectronics schließt Fabs

Innerhalb der nächsten drei Jahre will der Halbleiterhersteller STMicroelectronics drei Fabriken schließen. Betroffen sind weltweit etwa 4000 Mitarbeiter. Damit will das Unternehmen seine Kostenstruktur weiter verbessern.

Der Halbleiterhersteller STMicroelectronics hat seine nächsten Schritte angekündigt, wie er seine Kostenstruktur verbessern will: Im Laufe der nächsten drei Jahre - wenn die entsprechenden Produkte in anderen Fertigungsstätten angelaufen sind - sollen die 150-mm-Fab in Carrollton, Texas, die 200-mm-Fab in Phoenix, Arizona, sowie Montage- und Test-Einrichtungen in Ain Sebaa, Marokko, geschlossen werden.

Diese Maßnahmen gehören zu dem bereits angekündigten Vorgaben, die 150-mm-Wafer-Fertigung in das preislich günstigere Singapur oder zu 200-mm-Einrichtungen in anderen Teilen der Welt zu verlagern. Die meisten dieser Verlagerungen sind bereits realisiert worden und haben zu Einsparungen von über 150 Mio. Dollar pro Jahr geführt.

Die Aktivitäten der mittlerweile veralteten Einrichtung in Ain Sebaa, Marokko, werden nach Bouskoura, Marokko, transferiert und dürften ebenfalls zu deutlichen Kosteneinsparungen führen. 

"Es ist wichtig, die Umsätze zu steigern", sagt Carlo Bozotti, President und CEO von STMicroelectronics. "Aber wir wollen auch unsere Kostensituation verbessern, indem wir die Zahl unserer Fertigungsstätten reduzieren." Das Unternehmen geht davon aus, dass durch diese Maßnahmen weltweit etwa 4000 Mitarbeiter betroffen sind, rechnet aber damit, dass die meisten davon während der Übergangszeit ihre Jobs behalten werden.

Nach Abschluss dieser Übergangszeit rechnet ST mit Einsparungen bei der Produktion in Höhe von rund 150 Mio. Dollar pro Jahr. Die Restrukturierungskosten veranschlagt das Unternehmen mit 270 bis 300 Mio. Dollar.