Stellenabbau bei Vogt electronic

Mit einem Abbau von 250 Stellen reagiert Vogt electronic auf die Finanzkrise und der damit verbundenen Marktentwicklung, die besonders die Auto-Industrie trifft.

Der im bayrischen Obernzell ansässige Hersteller von induktiven Bauelementen, Modulen und elektronischen Komponenten erzielt 60 Prozent seines Umsatzes in der Automobilbranche. Durch die Entwicklung in diesem Bereich während der letzten Wochen und Monaten sei Vogt electronic nun zu einer Strukturanpassung gezwungen. Auch das Geschäft mit der Konsumelektronik konnte die Erwartungen nicht erfüllen. Die Aussichten für das nächste Jahr gäben keinen Anlass zum Optimismus.

Die Stellen sollen in Obernzell (Components) und im thüringischen Lehesten (EMS) wegfallen. Derzeit laufen die Verhandlungen mit dem Betriebsrat. Weltweit beschäftigt das Unternehmen 2800 Mitarbeiter.

Vogt electronic musste im dritten Quartal einen Umsatzrückgang von 8,1 Prozent auf 35 Millionen Euro verzeichnen. Aufgrund der Auftragslage erwartet Vogt electronic im vierten Quartal einen weiteren Umsatzrückgang.

Außerdem gab Vogt electronic bekannt, dass sich das Unternehmen von der Börse zurückziehen wird. Die Höhe der Abfindung für die Aktionäre soll in den nächsten Monaten beschlossen werden.