Verifikation von Designs auf FPGA-basierten Prototypen-Boards Springsoft: ProtoLink Probe Visualizer sorgt für Durchblick

Mittels der ProtoLink Interface Card lässt sich jedes kundenspezifische FPGA-basierte Prototypen-Board an die Springsoft-Debugg-Lösung anbinden.
Mittels der ProtoLink Interface Card lässt sich jedes kundenspezifische FPGA-basierte Prototypen-Board an die Springsoft-Debugg-Lösung anbinden.

SoC-Designs werden vor der Prototypenerstellung gerne auf FPGA-Boards verifiziert. Doch der »Blick« in das Design ist oft ein Problem. Mit dem ProtoLink Probe Visualizer hat Springsoft jetzt eine Lösung parat.

In der Chip-Entwicklung werden Prototypen-Boards zur Verifikation und zur gleichzeitigen Softwareentwicklung eingesetzt, da sie weitaus schneller arbeiten, als herkömmliche Simulatoren. Allerdings ist dabei die »Sicht« auf die Signale im Design nicht immer problemlos gegeben, was ein umfassendes Debuggen erschwert. Abhilfe soll hier der Probe Visualizer von SpringSoft schaffen, indem er es ermöglicht, eine große Zahl an Signalen über viele Zyklen hinweg zu untersuchen, Signale mit dem »ECO Flow« hinzuzufügen bzw. zu ändern und das Debuggen von Designs auf RTL-Ebene mit »Verdi Automated Debug System« zu beschleunigen.

»Die eingeschränkte Sicht auf das Design, lange Debuggdurchläufe und kostenintensive Iterationen führen dazu, dass herkömmliche FGPA-Prototypen-Flows bei komplexen Multi-Prozessor-SoC-Designs nicht praktikabel sind«, erklärte Chen-Wen Wu, Vice President und General Director am Industrial Technology Research Institute (ITRI).  »Der ProtoLink-Probe-Ansatz von SpringSoft erlaubt es uns, eine flexiblere FPGA-Verifikationsmethode einzusetzen und sorgt gleichzeitig dafür, dass Anwender von Prototypen-Boards in den Genuss der Debugging-Leistungsfähigkeit von Verdi kommen.«

Mittels Probe Visualizer lässt sich die Zahl der Signalmesspunkte von einigen Dutzend auf mehrere Tausend erhöhen, Messdaten über Millionen Taktzyklen hinweg aufzuzeichnen und Messpunkte in wenigen Minuten hinzuzufügen oder entfernen. Das Tool kann zusammen mit dem »Siloti Visibility Automation System« eingesetzt werden, um den für eine optimale Sicht auf das Design erforderlichen Signalsatz zu ermitteln.

Die nahtlose Integration in die HDL-Debug-Plattform Verdi hat den Vorteil, dass das Design nur einmal kompiliert werden muss, um die Visualisierungs- und automatisierten Tracing-Funktionen des Verdi-Systems nutzen zu können.

Der ProtoLink Probe Visualizer ist ab sofort zu einem Preis von rund 40.000 Dollar für eine Einjahreslizenz verfügbar. Das Tool unterstützt sowohl Standard-Prototypen-Boards, wie HAPS Systems von Synopsys und das TAI Logic Modul von S2C als auch kundenspezifische Prototypen-Boards, die mit den entsprechenden Schnittstellen ausgestattet sind.