Sparsame Berührungssensoren von STMicroelectronics

Die neuen Berührungssensoren der S-Touch-Familie von ST nutzt die kapazitive Berührungssensor-Technologie von ATLab auf Basis einer rein digitalen Architektur, die weder einen On-Chip-Mikrocontroller noch Speicher oder Firmware benötigt, um auf Berührung reagierende Benutzerschnittstellen zu implementieren.

Sie zielen auf den Einsatz in tragbaren Geräten wie Mobiltelefonen, PDAs, Notebook-PCs und Media Playern sowie Geräte aus dem Bereich der weißen Ware ab. Die S-Touch-Sensoren nutzen die patentierte ICDE (Impedance Change-Detection Engine) von ATLab, die Kapazitätsänderungen von nur 60 fF registrieren kann. Der Sensor bietet einen Dynamikbereich von 6 pF, unterteilt in 100 Stufen à 60 fF. Die ICDE erkennt die Kapazitätsänderung an Hand einer Laufzeitänderung und benötigt nur einen Pin pro Sensor und keine RC-Netzwerke an den Sensorleitungen. Dank der besonderen automatischen Kalibriertechnologie sind S-Touch-Sensoren außerdem unempfindlich gegen Montage- und Leiterplattentoleranzen, EMI-Effekte und den Auswirkungen von Wasserfilmen.

ST hat die fest verdrahtete Zustandschaltung, das Kernstück der S-Touch-Familie, in einem IC implementiert, der um den Faktor fünf bis zehn weniger Strom benötigt als konventionelle Berührungssensoren, im Sleep-Modus beträgt die Stromaufnahme nur 1 µA. Die 8-kanalige Ausführung sitzt einem 2,6 mm x 1,8 mm großen QFN16-Gehäuse und nimmt 80 Prozent weniger Fläche ein als derzeitige Schaltungen. Die Abtastzeit des Sensors liegt bei 2 ms.

Muster des 12-kanaligen STMPE1208 werden im ersten Halbjahr 2007 verfügbar sein, der Beginn der Serienproduktion ist für September
geplant. Die 8-kanalige Version STMPE821 bemustert ST ab September 2007 und geht im Januar 2008 in die Serienfertigung. Die Bausteine kosten 1,60 bzw. 1,40 US-Dollar (ab 100.000 Stück).