Spansion verklagt Samsung

Für Samsung könnte es teuer werden. Spansion wirft dem größten Speicherhersteller der Welt vor, mit widerrechtlich verwendeten Patenten einen Umsatz von 30 Milliarden Dollar gemacht zu haben.

In der Klage wirft Spansion Samsung vor, Patente für die »Floating-Gate«-Technologie widerrechtlich verwendet zu haben. Diese Technologie wird bei rund 90 Prozent aller Flash-Speicher verwendet. Spansion geht davon aus, dass Samsung seit 2003 einen Umsatz von 30 Milliarden Dollar mit dem lizenzrechtlich geschützten Flash-Speicher-Technologie gemacht hat.

Neben einer Schadensersatzforderung fordert Spansion zusätzlich, alle Endgeräte wie etwa MP3-Player oder Digitalkameras, vom US-Markt zu nehmen, in denen die entsprechenden Samsung-Speicher stecken. Das könnten mehr als 100 Millionen Geräte sein.

Neben Samsung könnten auch andere Firmen von den Forderungen betroffen sein, die Speicher von Samsung verwendet haben und in der Klage genannt werden. Dazu gehören u.a. Apple, Kingston, RIM oder Sony.

Patentstreitigkeiten können sich über mehrere Jahre hinziehen. So hatten sich etwa Nokia und Qualcomm in diesem Jahr nach einem dreijährigen Rechtsstreit um Mobilfunktechnologien geeinigt.