Spansion streicht 35 Prozent der Stellen

Der angeschlagene Speicherhersteller will sich mit drastischen Einschnitten retten. 3000 Mitarbeiter sind davon betroffen.

Der Speicherhersteller Spansion will 35 Prozent seiner Belegschaft abbauen. Das sind weltweit 3000 Mitarbeiter.

Der Stellenabbau trifft vor allem die Fertigung, wo die meisten Stellen wegfallen sollen. Spansion bezeichnete die drastische Maßnahme als Anpassung an die derzeitige Marktsituation.

Der neue CEO von Spansion, John Kispert, sagte: »Die weltweite Rezession zwingt uns zu dieser schwierigen Entscheidung, um unsere Kosten mit dem signifikanten Umsatzrückgang anzugleichen.«

Spansion hatte bereits vor Beginn der Wirtschaftskrise Probleme. Dem Unternehmen gelang es seit seiner Gründung im Jahr 2003 nie, Gewinne zu machen. Derzeit plant Spansion den Verkauf oder eine grundlegende Umstrukturierung, die mit dem jetzigen Stellenabbau begonnen haben dürfte. So geht Spansion dadurch von jährlichen Einsparungen in Höhe von 225 Mio. Dollar aus.

Am 9. Februar hatte Spansion bereits seinen japanischen Ableger Spansion Japan aufgegeben und in die Insolvenz geschickt.

Anfang des Monats war der damalige Spansion-Chef Bertrand Cambou zurückgetreten. Sein Nachfolger wurde John Kispert, der von KLA Tencor kam.