Cadence Software-Entwicklung für das Internet der Dinge

Das »Internet der Dinge« ist weniger eine Herausforderung für die Embedded-Prozessoren und –Controller sondern vielmehr für die Software und den Entwicklungsabläufen. Darauf müssen auch die Entwicklungsplattformen »Rücksicht« nehmen.

Als sich die Industrie Ende Februar zur embedded world in Nürnberg traf, erschien etwas grundlegend anders als sonst. In der Vergangenheit standen oft auffällige Mediageräte mit »coolen« Betriebssystemen wie Android, Windows 8 Mobile und iOS im Mittelpunkt und erhielten die volle Aufmerksamkeit der Software-Entwickler. Diese Geräte waren zwar auch im Jahr 2013 präsent, aber es kam eine neue trendsetzende Software hinzu. Die Messebotschaft einer unserer wichtigen Partner - ARM - versprach auf der embedded world: »Die Besucher erhalten einen Einblick in die nächste Generation leistungsfähiger embedded Low-Power-Geräte, welche unsere Welt um uns herum antreiben und das ´Internet der Dinge´ ermöglichen.«

Den Terminus »Internet der Dinge« gibt es bereits seit längerem, aber in diesem Jahr hat dies tiefgreifende Auswirkungen. Eine interessante Infographik ist hier zu finden. In dieser Übersicht zeigt Cisco, dass die Anzahl der mit dem Internet verbundenen »Dinge« im Jahr 2008 die Zahl der Menschen auf der Erde überholen wird. Zudem wird prognostiziert, dass diese Zahl bis 2020 auf 50 Milliarden steigen wird. Offensichtlich werden dabei auch Nutztiere mit drahtlosen Sensoren mitgerechnet. Hier bekommt der Bauer eine Nachricht, wenn eine seiner Kühe krank oder schwanger ist. Jede Kuh sendet pro Jahr rund 200 MByte Daten.

In der gleichen Übersicht ist ein Diagramm von Intel enthalten, das mit der Geburt des Internets beginnt und bis 2020 reicht. Bis dahin werden 31 Milliarden verbundene Geräte vorausgesagt. Das Consulting-Unternehmen Casaleggio Associati beschreibt die Evolution des Internets der Dinge von »der Welt als Index« über »die Welt geht online«, »die Kontrolle der Welt übernehmen«, »die Dinge kommunizieren miteinander« bis hin zu »die Dinge werden intelligent«. Das wohl am häufigsten zitierte Diagramm in der Welt des »Internet der Dinge«, eine kreisförmige Darstellung, kommt von Beecham Research und ordnet das »Internet der Dinge« nach verschiedenen Anwendungsbereichen ein wie Gebäude, Energie, Verbraucher und Haushalt, Gesundheitswesen und Life Science, Industrie, Transport, Einzelhandel, Sicherheit und öffentliche Sicherheit, IT und Netzwerke - vom Dienstleistungsbereich über Anwendungsbereiche und Orten bis hin zu den Geräten.