SoC-Entwicklung - Was gibt's Neues?

Die EDA-Industrie entwickelt sich rasant weiter, schließlich müssen die Tools mit den Fortschritten in der Halbleiterfertigung mithalten können. Was sind die wichtigsten Trends?

Die EDA-Industrie entwickelt sich rasant weiter, schließlich müssen die Tools mit den Fortschritten in der Halbleiterfertigung mithalten können. Was sind die wichtigsten Trends?

Besonders wichtig scheint der Schritt in Richtung ESL-Design (Electronic System Level), das oft als Ebene »oberhalb RTL« betrachtet wird. Dies ist jedoch stark vereinfachend, da diese Perspektive verschiedene Designbereiche nicht berücksichtigt, die ESL streift. Aus der Flow-Perspektive ist es das Ziel von ESL, den Weg vom Konzept bis zur Implementierung zu automatisieren und eine Verringerung der Kosten durch höhere Produktivität zu erreichen. Zu den Vorteilen zählen reduzierte Siliziumkosten, verkürzte Markteinführungszeit sowie ein Sprung in der Abstraktionsebene, der Designern die Entwicklung und Verifikation zu einem früheren Zeitpunkt im Produktentwicklungsprozess ermöglicht.

Die meisten Unternehmen verwenden ein oder zwei ESL-bezogene Tasks wie virtuelle Prototypenerstellung, High-Level-Synthese oder Architekturanalyse. Einige wenige haben einen vollständigen ESL-Ablauf eingeführt. Dieser erfordert höhere Investitionen, neue Verfahren und eine Infrastruktur zur Modellierung. Die Entwicklung und Einführung entsprechender Werkzeuge und Methoden ergibt eine nahtlos integrierte Entwicklungsumgebung, die Design, Synthese und Verifikation erheblich beschleunigen kann.

Low-Power-Design

Ebenso entscheidend sind Werkzeuge, Verfahren und Methoden für Low-Power-Designs. In der Vergangenheit benötigten Entwickler Werkzeuge, um die Leistungsaufnahme, Systemleistung, Fläche, etc. genau zu modellieren. Diese Daten waren aber erst nach der Synthese oder dem Place-and-Route verfügbar. Andere wichtige Faktoren in Bezug auf Low-Power-Design und Optimierung umfassen HW/SW-Partitionierung, Bus-Implementierung, Architekturentscheidungen für Speicheransteuerung und -verwaltung, Hardware-Beschleunigung, etc. Zusätzlich zum ESL-Design muss der Entwickler diese komplexen Designs auch zuverlässig simulieren.