Restrukturierung: NXP streicht 4500 Jobs

Mit einem straffen Restrukturierungsprogramm will Frans van Houten den niederländischen Chiphersteller NXP in die wirtschaftliche Erfolgsspur zurückbringen. 4500 Arbeitsplätze werden dabei auf der Strecke bleiben, hauptsächlich im Produktionsbereich.

Als Gründe für die drastische Umstrukturierung nennt NXP-Chef Frans van Houten zwei wesentliche Gründe: Zum einen der schwache Dollar und der damit verbundene hohe Wechselkurs, der auch durch Hedging nicht komplett ausgeglichen werden konnte, und zum anderen die Auslagerung des Wireless-Geschäfts in das Joint Venture mit STMicroelectronics. Speziell letzteres hat dazu geführt, dass »NXP heute ein wesentlich kleineres Unternehmen ist und nun neu aufgestellt werden muss«, so van Houten.   Der drastischste Einschnitt findet im Produktionsbereich statt. Dort will van Houten rund 3000 Arbeitsplätze einsparen. Dies wird durch die Schließung von vier Werken erreicht.

Die Fab in Fishkill, New York, soll 2009 geschlossen werden. 2010 sollen dann die Fabs ICN5 (ein Teilbereich der NXP-Aktivitäten in Nijmegen) und die ICH-Linie in Hamburg geschlossen werden. Für die französische Fab in Caen wird ein Käufer gesucht. Sollte keiner gefunden werden, ist für 2009 die Schließung geplant. Die Konzentration gilt damit in Zukunft den zwei verbleibenden Fabs in Hamburg und Nijmegen sowie dem Joint Venture SSMC in Singapur, das NXP mit TSMC betreibt.

Neben der Fertigung ist von der Restrukturierung auch die Forschung und Entwicklung betroffen. Hier sollen die restlichen Stellen in Zukunft eingespart werden. »Durch die Auslagerung des Wireless-Geschäftsbereich ist es notwendig, den R&D-Bereich zu refokussieren und die operativen Ausgaben zu reduzieren«, erklärt van Houten. Allerdings legt der NXP-Chef Wert darauf, dass der Halbleiterhersteller auch in Zukunft rund 16 bis 17 Prozent des Umsatzes in die Forschung und Entwicklung stecken wird: »Damit liegen wir auf einer Linie mit allen anderen Halbleiterunternehmen.«