Renesas: Umstrukturierung und CEO-Wechsel

Der japanische Chip-Hersteller erwartet für das Geschäftsjahr 2008 einen Milliardenverlust. Als Folge daraus wird das Unternehmen sein Geschäft rationalisieren. Außerdem gibt es einen Wechsel an der Führungsspitze.

Für das Geschäftsjahr 2008, das am 31. März endet, geht Renesas von einem Umsatz von 680 Mrd. Yen aus (5,9 Mrd. Euro). Das wäre ein Umsatzrückgang von 28 Prozent im Vergleich zu 2007. Der Verlust soll sich auf 206 Mrd. Yen belaufen (1,8 Mrd. Euro). Im vergangenen Jahr hatte Renesas noch 215,5 Mrd. Yen verdient.

Als Reaktion auf diese Zahlen will Renesas sich stärker auf die MCUs konzentrieren, wo das Unternehmen Weltmarktführer ist. So soll es zum Beispiel Synergien zwischen dem MCU- und SoC-Bereich (System Solutions) geben. Eine konkrete Maßnahme ist, dass intern Personal von diesem Bereich zu den MCUs wechselt. Auch bei den Standard-Produkten wie MOSFETs, diskreten Halbleitern und Analog-ICs will sich Renesas auf Kernbereiche konzentrieren.

Renesas will außerdem die Fertigung in Japan neu strukturieren. Dazu gehört, dass einige 130-mm-Anlagen für diskrete Halbleiter geschlossen und deren Anteil auf größere 150-mm- oder 200-mm-Anlagen aufgeteilt wird. Bei den MCUs will Renesas ebenfalls die Fertigung an zwei Standorten herunterfahren. Insgesamt fallen durch diese Umstrukturierung in der Fertigung rund 2500 Stellen weg.

Mit Wirkung zum neuen Geschäftsjahr wird außerdem der bisherige CEO und Chairman Satoru Ito in Rente gehen. Sein Nachfolger wird Katsuhiro Tsukamoto, bisher President und COO. Tsukamoto wird nur den Titel Chairman tragen. Seinen Posten, der ab 2009 nur noch President heißt, wird wiederum Yasushi Akao übernehmen.