Folgen des Erdbebens Renesas kann Fertigung weiter stärken

Der japanische Halbleiterhersteller kämpft weiter gegen die Folgen des Erdbebens an. So hat jetzt auch die letzte der beschädigten Fabs den Testbetrieb wieder aufgenommen. Um die Produktionsausfälle zu kompensieren greift Renesas außerdem auf Foundry-Fertigung zurück.

Die Front-End-Fab in Naka ist die letzte, die ihren Betrieb nach dem Erdbeben am 11. März sowie nach zwei weiteren Nachbeben wieder aufgenommen hat. So konnte am 23. April der Testbetrieb beginnen, am 15. Juni soll die Massenfertigung wieder anlaufen. Geht der Zeitplan auf, wäre das früher als geplant, da Renesas ursprünglich erst ab Juli damit gerechnet hatte. Wann die Fab wieder die Kapazität vor dem Erdbeben erreichen wird, ist aber noch unklar. Informationen dazu will das Unternehmen im Mai veröffentlichen.

Um die Produktionsausfälle auszugleichen, hat Renesas damit begonnen, die Produktion aus Naka auf andere Renesas-Fabs in Japan zu verteilen. Zusätzlich will das Unternehmen sogar den Dienst von Foundries in Anspruch nehmen. Die Fertigung dort soll bereits im April anlaufen. Um welche Fab und um welche Mengen es sich handelt, sagte Renesas nicht. Bereits vor dem Erdbeben ließ Renesas geringe Mengen bei Foundries fertigen.

Nach dem Erdbeben am 11. März mussten 8 Fabs von Renesas den Betrieb einstellen. Dazu gehörten 5 Front-End-Fabs und 3 Back-End-Fabs. Bis auf die Fab in Naka haben alle wieder den teilweisen oder vollen Betrieb aufgenommen. Renesas unterhält insgesamt 22 Fabs in Japan sowie 8 weitere in China, Malaysia und Singapur.