Renesas: Deutliches Commitment zum SRAM-Markt

Die Anzahl der SRAM-Anbieter schrumpft und »End-of-life«-Ankündigungen häufen sich. Renesas schlägt einen anderen Weg ein: »Wir streben die Marktführerschaft an«, betont Birgit Pingel, Product Specialist für SRAMs im Gespräch mit Markt&Technik.

Markt&Technik: Renesas liefert SRAMs überwiegend an Industriekunden, die einen langfristigen Support verlangen. Können Sie diesen in den nächsten Jahren zu 100 Prozent garantieren?

Birgit Pingel: Ja, wir werden unseren SRAM-Support auf jeden Fall fortsetzen und zusätzlich kontinuierlich neue Produkte entwickeln. Unser Ziel ist es, zum weltgrößten Anbieter von SRAMs aufzusteigen. Im Jahr 2006 hatte Renesas einen Marktanteil von rund 14 Prozent. Bis zum Jahr 2009 wollen wir den Marktanteil auf über 20 Prozent steigern.

Hatten die End-of-Life-Ankündigungen von Samsung für LPSRAMs Einfluss auf Ihre Geschäftsstrategie?

Samsung hatte die Einstellung seiner LPSRAMs bereits im Februar 2006 bekannt gegeben, obwohl das Unternehmen einen Marktanteil von rund 35 Prozent hielt. Derzeit versuchen alle verbleibenden SRAM-Anbieter, hiervon einen Teil für sich zu gewinnen. Die Strategie von Renesas zielt ebenso darauf ab, den Marktanteil in einem gereiften SRAM-Markt zu steigern.

Welchen Einfluss hatte der Samsung-Ausstieg im Bereich der LPSRAMs auf den Markt?

Die Auswirkungen sind vor allem derzeit zu spüren. Denn wir haben beobachtet, dass Samsung noch bis zum vierten Quartal 2007 Bausteine ausgeliefert hat - also knapp ein Jahr länger als das Unternehmen angekündigt hatte. Bei einigen Endkunden sind die Informationen auch nur langsam durchgesickert. Die wenigen verbleibenden Hersteller bemühen sich jetzt, diese Lücke von Samsung auszufüllen. Die nächste Zeit wird spannend werden…

…erwarten Sie Allokation im SRAM-Segment?

Diese Frage ist nicht leicht zu beantworten, doch wir gehen davon aus, dass die End-of-Life-Ankündigung von Samsung in naher Zukunft große Auswirkungen auf den SRAM-Markt haben wird.

Wie kann Renesas darauf reagieren?

Hier kommt eine unserer größten Stärken zum Tragen, die Tatsache, dass wir über eigene Fertigungsstätten verfügen. Anbieter ohne eigene Produktion sind während einer Allokation auf ihre Foundry-Partner angewiesen. Sie haben es entsprechend schwer, sich ausreichend Produktionskapazitäten zu sichern, wodurch deren Kunden Gefahr laufen, nicht in ausreichendem Maße beliefert werden zu können. Unsere Kunden jedenfalls sind auf der sicheren Seite. Sie schätzen Renesas als einen unabhängigen und qualitativ hochwertigen Partner.