Qimonda wird liquidiert - CEO Kin Wah Loh seilt sich ab

Nach vergeblicher Suche nach einem Investor gibt Insolvenzverwalter Michael Jaffe auf: Die Dresdner Qimonda-Fab wird endgültig stillgelegt und die einzelnen Fertigungslinien verramscht.

Nachdem die Dresdner Fab des insolventen Speicherherstellers Qimonda im Rahmen des Insolvenzverfahrens in einen »Stand-by«-Betrieb überführt und von rund 200 Mitarbeitern gewartet wurde, ist nun endgültig Schluss. Da es Insolvenzverwalter Michael Jaffe nicht gelungen ist, einen Investor für die Dresdner Speicher-Fab zu finden, wird sie bis Ende des Jahres endgültig heruntergefahren. Eine Vereinbarung mit dem Betriebsrat, dass Qimonda liquidiert wird, soll bereits vorliegen.

Von den 200 Wartungs-Mitarbeitern sollen rund 100 entlassen werden. Was mit den anderen 100 passiert, ist offenbar noch unklar. Die einzelnen Speicher-Fertigungslinien werden einzeln veräußert, angeblich finden bereits Fab-Besichtigungen von potenziellen Interessenten statt.

Derweil soll laut Medienberichten der frühere CEO Kin Wah Loh die Firma mit unbekanntem Ziel verlassen haben. Die Abwicklung der Dresdner Fab wird demnach von den beiden Managern Frank Prein und Wolfgang Schmid vorgenommen.