Qimonda-Technikguru heuert bei Innovative Silicon an

Dr. Wolfgang Müller, einer der technischen Vordenker bei dem insolventen Speicherhersteller Qimonda, hat einen neuen Job: Er wird bei dem kalifornischen Speicher-Start-up Innovative Silicon für die Chip-Entwicklung und Prozessintegration verantwortlich sein.

Bei Qimonda war Müller für die Umstellung von der Trench- zur Stack-Technologie vor allen Dingen für die Entwicklung der Buried-Wordline-Technologie verantwortlich, die auf Grund der Insolvenz nicht mehr in die Produktion überführt werden konnte und Qimonda am Markt entscheidene Kostenvorteile gebracht hätte. Ebenso leitete Müller das Team, das eine 4F²-Speicherzelle entwickelte, die ebenso zu Produktivitätssteigerungen geführt hätte aber nicht mehr in die Massenfertigung überführt werden konnte.

Innovative Silicon hat eine neue, Z-RAM genannte Floating-Body-Speichertechnologie entwickelt, bei der auf die bei DRAMs übliche interne Kapazität verzichtet wird. Auf dem VLSI-Symposium in Kyoto, Japan, wurde diese Technologie am 9. Juni erstmals von einem großen Speicherhersteller, der weltweiten Nr. 2, Hynix, vorgestellt.

Hynix hatte bereits im August 2007 ein Lizensierungsabkommen mit Innovative Silicon abgeschlossen. Dr. Tae-Su Jang von Hynix stellte auf dem VLSI ein erstes in einem 50-nm-Prozess gefertigtes Z-RAM-basierendes DRAM vor, das unter Nutzung einer 54 nm x 54nm Floating-Body-Bitzelle die längste jemals gemessene Datenerhaltungszeit erreichte – länger als 8 s bei 93 °C.