Qimonda nur noch auf Standby

Die Fertigung in Dresden wird zum Monatsende eingestellt und für einen möglichen Investor bereitgehalten. Ob der kommt, ist ungewiss. Positive Signale gibt es zumindest aus Brüssel von der EU.

Der erste Plan ist gescheitert: Einen Investor für Qimonda, der die Geschäfte nach dem 31. März weiterführen könnte, gibt es nicht. Stattdessen wird die Fertigung in Dresden zum 1. April eingestellt. Die deutschen Mitarbeiter sollen in eine Transfergesellschaft überführt werden, um eine »potenzielle Fortführung der Produktion und des Geschäftsbetriebs« zu ermöglichen.

Am 1. April wird dann voraussichtlich das Insolvenzverfahren eröffnet. Eine Kernmannschaft von Qimonda-Mitarbeitern soll unter Führung des Insolvenzverwalters die Buried-Wordline-Technologie erhalten und sie potenziellen Investoren erklären.

Ein Investor ist auch die Grundlage dafür, dass das Land Sachsen Qimonda helfen würde.

Die einzige hoffnungsvolle Nachricht für Qimonda brachte der sächsische Ministerpräsident Tillich am Freitag aus Brüssel mit. Dort hatte er sich mit dem Präsidenten der Europäischen Kommission, Barroso, getroffen. Barroso hatte gesagt, dass die EU eine mögliche Rettungs- oder Umstrukturierungsbeihilfe für Qimonda sehr kurzfristig prüfen werde. Außerdem habe sich Barroso für die Mikroelektronik in Sachsen ausgesprochen und damit einen zusätzlichen Anreiz für Investoren geboten.