Qimonda: Immer tiefer in den roten Zahlen

Trotz höherer Bit-Lieferungen schreibt Qimonda weiter rote Zahlen. Bei einem Umsatz von 384 Millionen Euro machte das Unternehmen 401 Millionen Euro Verlust.

Gegenüber dem zweiten Geschäftsquartal ging der Umsatz um 7 Prozent von 412 Millionen Euro auf 384 Millionen Euro zurück. Im Vergleich zum dritten Geschäftsquartal 2007 hat sich der Umsatz mit 48 Prozent weniger nahezu halbiert.

Vergleicht man die beiden Geschäftsjahre, fällt der Umsatzeinbruch noch krasser aus: In den ersten neun Monaten des Geschäftsjahres 2008 erzielte Qimonda einen Umsatz von 1,309 Milliarden Euro. Das sind 55 Prozent weniger als im gleichen Vorjahreszeitraum.

Den Umsatzrückgang trotz Anstieg der Bit-Lieferungen um 12 Prozent im dritten Quartal führt das Unternehmen hauptsächlich auf den Preisverfall bei den Speicherprodukten zurück: Um bis zu 45 Prozent sank der durchschnittliche Verkaufspreis für Speicherprodukte gegenüber dem Vorjahreszeitraum.

Im Quartalsergebnis enthalten sind außerdem 20 Millionen Euro Restrukturierungskosten, die für langfristige Kostensenkungsmaßnahmen ausgegeben wurden. »Im dritten Quartal haben wir weniger produktive externe Fertigungskapazitäten bei Auftragsherstellern vollständig abgebaut,« so Kin Wah Loh, Vorstandsvorsitzender der Qimonda AG. Für das kommende Quartal rechnet das Unternehmen mit weiteren 10 Millionen Euro an Restrukturierungskosten.

Darüber hinaus hat das Unternehmen bis Ende des dritten Quartals laut Loh nahezu 90 Prozent ihrer Fertigungskapazitäten auf Strukturbreiten 80 nm und 75 nm umgestellt. Aus dieser Umstellung erwartet sich Qimonda für das vierte Quartal ein besseres Ergebnis: Um bis zu 20 Prozent soll der Umsatz im Vergleich zum dritten Quartal steigen bzw. der Verlust sinken. Außerdem will das Unternehmen seine Bit-Produktion im laufenden Geschäftsjahr um 20 bis 30 Prozent steigern.