Philips zieht einen Schlussstrich unter seine Halbleiteraktivitäten

Philips verkauft 80,1 Prozent seiner Halbleitersparte für 7,4 Mrd. Euro an ein Konsortium von drei Investment-Firmen. Philips Semiconductors wird damit zum größten privat gehaltenen Halbleiterhersteller der Welt.

»Als eigenständige Firma wird die Halbleitersparte alle Möglichkeiten haben, ihr volles Potenzial auszuschöpfen, und wir sind froh, in den Investmentfirmen Kohlberg Kravis Roberts & Co, Silver Lake Partners und AlpInvest Partners starke Partner für dieses Vorhaben gefunden zu haben«, kündigte Gerard Kleisterlee, CEO und President von Royal Philips Electronics am Freitag letzter Woche die Trennung des Konzerns vom Halbleitergeschäft an. »Mit dem Verkauf kann sich Philips in Zukunft vollständig auf die Bereiche Gesundheit und Lifestyle-Produkte konzentrieren«, begründete er die wohl einschneidendste Entscheidung der 115 jährigen Unternehmensgeschichte.

Philips Chipsparte wurde bei dem Verkauf mit 8,3 Mrd. Euro bewertet. Das Konsortium der drei Investment-Firmen übernimmt 80,1 Prozent zum Kaufpreis von 3,4 Mrd. Euro und übernimmt Verbindlichkeiten in Höhe von 4 Mrd. Euro. Die im Besitz von Philips verbleibenden 19,9 Prozent haben einen Wert von 900 Mio. Euro. Nach Steuern und Kosten soll der Deal, der Anfang Oktober abgeschlossen sein wird, Philips 6,4 Mrd. Euro Ertrag bringen. Näheres erfahren Sie auf Seite 1 der »Markt&Technik«-Ausgabe 32 vom 11. August.