Philips trennt sich von Silicon Hive

Silicon Hive, die bisher zum Philips Technology Incubator gehörte, tritt ab sofort als selbständiges Unternehmen auf.

New Venture Partners, TVM Capital und Philips haben zusammen 10 Mio. Dollar in das Unternehmen investiert, wobei Philips selber nur einen Minderheitenanteil hält. Das IP-Unternehmen Silicon Hive entwickelt konfigurierbare Prozessor-Cores. Von dem Investment verspricht sich Silicon Hive, die eigenen Wachstumspläne besser umsetzen und in die Entwicklung neuer Produkte investieren zu können. Außerdem sei das Unternehmen aufgrund der neuen Besitzverhältnisse jetzt in der Lage, sein IP ohne Einschränkungen an die gesamte Elektronikindustrie zu lizenzieren.
 
Die IPs von Silicon Hive mit Niederlassungen in Eindhoven, Silicon Valley, Seoul und Bangalore erlauben es, voll programmierbare SoCs zu entwickeln, die auf den Einsatz in Geräten für den mobilen TV-Empfang, Mobile WiMAX, der Bildwiedergabe und die High-Definition-Video-Verarbeitung abzielen. Laut Atul Sinha, CEO von Silicon Hive, setzen bereits die ersten großen Hersteller von Handys und Consumer-Geräten die IPs des vor vier Jahren gegründeten Unternehmens in ihren Produkten ein. Erst kürzlich hatte Silicon Hive den HiveFlex-ISP-2000-Prozessor an die koreanische MagnaChip Semiconductor lizenziert. Die Koreaner integrieren ihn in ihren CMOS-Bildsensor MC531EA und versprechen sich wegen seiner ANSI-C-Programmierbarkeit, auf sich herausbildende Standards schnell reagieren und neue Produkte schneller auf den Markt bringen zu können als bisher.