Peripherie-Controller unterstützt MLC-NAND-Flash-Speicher

Cypress Semiconductor präsentiert mit »Astoria« einen neuen Controller der West-Bridge-Familie, der aufgrund seiner Schnelligkeit Sideloading-Funktionen für Embedded-Applikationen wie Multimedia-Player, Navigationsgeräte und Wireless-Karten bietet.

Der Baustein »Astoria« entlastet den Zentralprozessor beim direkten Datentransfer. Er erzielt die gleiche Datenübertragungs-Performance im High-Speed-USB-Modus wie der »Antioch« aus der West Bridge-Familie, verfügt jedoch zusätzlich über ein konfigurierbares Multimedia-Storage-Interface und eine flexible Prozessorschnittstelle, was den Anschluss an eine breite Palette von Embedded-Prozessoren und Massenspeicher erleichtert. Mit diesen neuen Features lässt sich der Controller mit beliebigen Embedded-Prozessoren oder DSPs kombinieren, so dass eine ganze Reihe von Applikationen wie beispielsweise Portable Media Player (PMPs), Wireless-Karten, Dongles, Portable Navigation-Devices (PNDs), Digitalkameras, POS-Terminals von der Unterstützung für NAND-Flash-Speicher profitieren können.

Der Controller markiert den Beginn der Fast-N-Flash-Controller-Technologie mit statischer Abnutzungsverteilung (Wear-Leveling), Bad-Management und 4-Bit-ECC, so dass bis zu 16 SLC/MLC NAND-Bausteine unterstützt werden. Diese sind bei gleicher Speicherdichte preislich wesentlich günstiger als NAND-Flash-Bausteine in Single-Level-Cell-(SLC)-Technik. Bei der Konfigurierung des Storage-Ports kann der Designer bis zu zwei SDIO-Devices auswählen, beispielsweise Bluetooth, WiFi, GPS und SD-Cards. Damit eignet sich der neue Controller vor allem für Applikationen wie etwa Datenkarten und Dongles. Darüber hinaus unterstützt er weitere Massenspeicher-Typen, etwa Secure Digital High Capacity (SDHC) v.2.0, MultiMedia Card+ (MMC+) v. 4.2 Karten und CE-ATA für Harddisks sowie auch verschiedene Typen von NAND-Speichern mit Controller. Die flexible Prozessorschnittstelle ermöglicht den Anschluss an die meisten Embedded-Prozessoren, da das Pseudo-CRAM-Interface des Antioch-Controllers hier durch verschiedene Asynchronous-SRAM-, ADMUX-(Address Data Multiplexing), SPI  (Serial Peripheral Interface) und NAND-Schnittstellen ergänzt wird.

»Astoria« besitzt bis zu 27 programmierbare GPIOs und 16 USB-Endpunkte. Sein VFBGA-Gehäuse (Very-Fine-Ball-Grid-Array) mit 100 Anschlüssen misst lediglich 6 x 6 mm bei einem Anschlussraster von 0,5 mm. Da der Controller als Takteingang die in Handsets üblicherweise vorhandenen Frequenzen von beispielsweise 19,2 MHz und 26 MHz unterstützt, wird kein zusätzlicher Quarz benötigt.


Ludwig Klingenbeck, Area Salesmanager CE bei Cypress, im Gespräch mit elektroniknet über Konkurrenten und die Roadmap 2008:

Sie erwähnen, dass der »Antioch« Daten zwischen 15 bis 30 Mal schneller überträgt als andere Controller für Handys. Sind ähnliche Ergebnisse für weitere Embedded-Geräte zu erwarten?
Ja, geplant ist, an den Erfolg von »Antioch« anzuknüpfen. »Astoria« ist abwärtskompatibel zu »Antioch« und wird deshalb dieselbe herausragende ›sideloading performance‹ bieten. Wir adressieren zum einen Kunden, die von »Antioch« zu »Astoria« aufrüsten möchten, zum anderen OEMs, die sich gerade der mit MLC NAND-Flash-Speichern zusammenhängenden Problematik gegenübersehen.

Gibt es einen Konkurrenten? Wenn ja, wer liegt in welcher Hinsicht vorn?
Einige Firmen haben ähnliche Lösungen zu »Antioch«/»Astoria« angekündigt, darunter Windbond und QuickLogic. Wir halten das für eine positive Reaktion auf unser Architekturkonzept, glauben aber, dass wir gegenüber allen diesen Alternativen mindestens neun Monate Vorsprung haben.

Können Sie schon mehr zur Roadmap 2008 sagen?
Unser Ziel ist, auf der West Bridge Roadmap weiter voran zu gehen. Wir sind gerade dabei, eine »b«-Generation von Bridges zu entwickeln, die der »a«-Generation (»Antioch« und »Astoria«) folgen soll. Einzelheiten dazu können wir derzeit jedoch noch nicht mitteilen.