Organisches CMOS

Novaled hat organische CMOS-Schaltungen auf einer Lage des Ausgangsmaterials vorgestellt. Bisher waren nur FETs eines Typs möglich.

Novaled hat seine Entwicklung auf der »SPIE Optics & Photonics Conference« in San Diego vorgestellt. Als Ausgangsmaterial haben die Dresdner Ingenieure Pentacen verwendet, ein Material, mit dem sich bisher nur p-Kanal-Transistoren herstellen ließen. Novaled konnte dieses Material nun so dotieren, dass sich n- und p-Kanal-Transistoren auf einer einzigen Lage realisieren lassen. Damit können organische CMOS-Schaltungen erstmals mit einem ähnlich einfachen Verfahren wie CMOS-Schaltungen aus Silizium gefertigt werden.

Die Elektronenbeweglichkeit erreicht dabei einen Wert von 0,01 cm²/Vs. Konkurrenzfähig zu herkömmlichen Silizum-Materialien ist das zwar nicht, allerdings sind die organischen Schaltungen deutlich billiger. Zum Vergleich: Bei amorphem Silizium für TFT-Displays werden Transistoren eingesetzt, bei denen die Elektronenbeweglichkeit zwischen 1 und 10 cm²/Vs liegt. Bei CMOS-Schaltungen für Logik-Schaltungen liegt dieser Wert bei 400 cm²/Vs.