Optische Mikrochips aus Kunststoff

Die Forscher vom Fraunhofer-Institut für Nachrichtentechnik, Heinrich-Hertz-Institut HHI in Berlin, haben neue optische Mikrochips aus Kunststoff entwickelt, die herkömmliche optoelektronische Bauteile aus hableitenden Substanzen oder Keramiken ersetzen könnten.

Glasfaser statt Kupferkabel

@u1:Optische Mikrochips aus Kunststoff

Mit einem einfachen Verfahren werden verschiedene flüssige Kunststoffe in mehreren Lagen aufschleudert: Es entsteht eine Trägerschicht, eine lichtleitende Lage und eine Deckschicht. Wird das Material belichtet und strukturiert, bilden sich in der lichtleitenden Schicht winzige Leiterbahnen, durch die das Licht geradeaus und auch um Kurven geschickt werden kann. Die Forscher koppeln dieses polytronische – aus Polymer und Elektronik entstandene - Bauteil mit Lasern und Photodioden. So lassen sich Bausteine, die Licht senden und empfangen können, in das Kunststoffmodul integrieren. Das Bauteil kann Lichtsignale unterschiedlicher Wellenlänge voneinander trennen und

separat weiterleiten sowie ein Lichtsignal auf mehrere Leitungen

aufteilen. »Damit werden optische Anwendungen möglich, die bisher an der

Komplexität und dem hohen Preis von Glasfasersystemen gescheitert

sind«, verdeutlicht Wolfgang Schlaak, Leiter des Forschungsprojekts »Berlin

Access/Fibre to the Home«, an dem auch das Fraunhofer-Institut für Zuverlässigkeit und Mikrointegration IZM in Teltow beteiligt ist.