OLED-TV kommt

Erste OLED-TV-Displays kommen laut iSuppli noch in diesem Jahr auf den Markt.

Im Jahr 2012 werden die Hersteller dann 1,2 Mio. Stück verkaufen und knapp 700 Mio. Dollar umsetzen. Das ist ein Anfang; bleibt aber hinter früheren Prognosen zurück. Woran liegt das? Vinita Jakhanwal von iSuppli: »AMOLEDs eignen sich durchaus für TV-Anwendungen; sie bieten eine schnelle Reaktionszeit und eine hohe Darstellungsqualität. Weil sie keine Hinterleuchtung benötigen, lassen sich zudem extrem schlanke Geräte realisieren.« Doch sei der Markteinstieg für die Technologie nicht ganz einfach. Es gäbe gleich zwei große Hürden zu nehmen.

Hürde Nummer 1 ist der Produktionsprozess; der ist nämlich noch in einem »Teststadium«, so Jakhanwal. Gegenwärtig versuchten sich die Hersteller mit der Produktion von AMOLEDs in Größen von bis zu 2,4 Zoll: »Bis sich auch größere Formate effizient produzieren lassen, gibt es noch viel zu tun.«

Die zweite Hürde ist: Es gibt bereits zahlreiche Displaytechnologien am TV-Markt. Ein Neueinstieg ist schwierig, der Konkurrenz- und Preisdruck von Anfang an hoch. Und preislich werden die OLEDs wohl anfangs nicht überzeugen können: Nach Schätzungen von iSuppli wird ein OLED-TV im Jahr 2011 immer noch doppelt so teuer sein, wie ein vergleichbarer LCD-TV.
Die Hersteller lassen sich davon aber nicht abschrecken; als eines der ersten Unternehmen will Sony einen OLED-TV auf den Markt bringen, Termin ist noch in diesem Jahr. Ganz vorne mit dabei will auch Toshiba Matsushita Display (TMD) sein; das Unternehmen arbeitet nach eigenen Angaben an einem 20,8 Zoll großen Aktiv-Matrix-OLED (AMOLED) für TV-Anwendungen.