Niedrige DRAM-Preise bringen Qimonda hohen Verlust

Die Preise fallen schneller, als es gestiegene Lieferungen ausgleichen könnten. Diese Erfahrung musste Qimonda im letzten Quartal machen und landete deutlich in den roten Zahlen.

Qimonda hat im dritten Quartal des Geschäftsjahres 2007 (Beginn Oktober 2006) einen Umsatz von 740 Mio. Euro erzielt. Das ist fast ein Viertel weniger, als im gleichen Vorjahreszeitraum. Der Verlust lag bei 323 Mio. Euro im Vergleich zu einem Gewinn von 100 Mio. Euro im dritten Quartal des Geschäftsjahres 2006.

Noch im letzten Quartal erzielte Qimonda einen Umsatz von 984 Mio. Euro bei einem Gewinn von 85 Mio. Euro.

Der Vorstandsvorsitzende Kin Wah Loh erklärte den Umsatzeinbruch mit dem starken Preisrückgang bei DRAM-Produkten. So seien die Preise für Speicher in PCs im letzten Quartal um fast 60 Prozent gefallen. Als weiterer Grund für den rückläufigen Umsatz wird der schwache US-Dollar genannt.

Im Vergleich zum Vorquartal sind die Bit-Lieferungen von Qimonda um 28 Prozent gestiegen, die Preise jedoch um 40 Prozent gesunken.

Als Reaktion will Qimonda die Investitionen in diesem Geschäftsjahr auf 900 Mio. Euro bzw. 650 bis 750 Mio. Euro im nächsten Geschäftsjahr begrenzen. Außerdem soll die Produktion bis Ende 2007 auf 80-nm-und 75- nm-Fertigungsprozesse umgestellt werden. Beim Anteil der 300-mm-Fertigung strebt das Unternehmen 80 Prozent an. Zusätzlich sollen 30 Mio. Euro eingespart werden.

Investiert hat Qimonda im letzten Quartal u.a. in den Ausbau der 300-mm-Fertigung in Richmond, USA und in die Umstellung der DRAM-Strukturen auf 75 nm.

Für das vierte Quartal des Geschäftsjahres 2007 erwartet Qimonda eine Steigerung der Bit-Produktion um 15 bis 20 Prozent und dass die hohe Nachfrage nach DRAM-Produkten für PCs weiter anhalten wird.