Fujitsu Neue FM4-MCUs: Mehr Leistung bei halbem Energiebedarf

Fujitsu erweitert sein 32-Bit-Mikrocontrollersangebot um die neue FM4-Familie auf Basis des ARM Cortex-M4F-Prozessorkerns. Die MCUs sind auf maximale Leistung in Geräten für die Industrieautomatisierung ausgelegt.

Fujitsu erweitert sein 32-Bit-Mikrocontroller-Angebot um die neue FM4-Familie auf Basis des ARM Cortex-M4F-Prozessorkerns. Die Besonderheit: Die MCUs bieten mehr Leistung als die M3-Familie und eine Gleitkomma-Hardware, kommen aber mit dem halben Energiebedarf aus.

Fujitsu Semiconductor Europe (FSEU) erweitert sein Angebot von 32-Bit-RISC-Mikrocontrollern auf Basis des ARM Cortex-M4F-Prozessorkerns um die FM4 Familie. Die FM4-MCUs wurden für Anwendungen entwickelt, bei denen es auf sehr hohe CPU-Rechenleistung ankommt. Dazu zählen Inverter, Servomotoren, speicherprogrammierbare Steuerungen (SPS) und andere Geräte für die Industrieautomation bis hin zur energiesparenderen Hausgerätetechnik mit Inverter-Steuerung. Die neue FM4 Familie umfasst insgesamt 84 MCUs. Produktmuster sind ab Juli 2013 verfügbar. Die Serie, eine Ergänzung der bewährten FM3 Familie von Fujitsu, glänzt mit noch mehr Rechenleistung und verbesserten Peripheriefunktionen.

Die FM4-MCUs der Serien MB9B560R/460R/360R/160R arbeiten mit einer Betriebsspannung von 3 V oder 5 V und bieten externe Busanbindung für SRAM-, NAND- und NOR-Flash-Speicher sowie SDRAM-Bausteine. Die MCUs verfügen über einen 128-bit Ultra-Wide-Bus für die On-chip-Flash-Speicher, der Lesezugriffe ohne CPU-Wartezyklen ermöglicht. Maximale Verarbeitungsgeschwindigkeit und geringerer Energieverbrauch sind die Folge.

Der Cortex-M4F-Prozessorkern mit integrierter DSP- und FPU-Funktion liefert die für anspruchsvolle Anwendungen erforderliche Rechenleistung. Die Algorithmen für den Betrieb des On-chip-Flash-Speichers wurden überarbeitet, um noch mehr Geschwindigkeit und einen geringeren Energiebedarf zu erzielen. Die Stromaufnahme für den Betrieb der MCU im Echtzeit-Modus erfolgt über den VBAT-Pin und kann auf etwa 1,5 µA begrenzt werden. Damit sind diese Hochleistungs-Mikrocontroller selbst für den Standby-Betrieb mit Batteriepufferung einsetzbar. Der Speicher ist für 100.000 Schreib-/Lesezyklen und eine Datenhaltung bis zu 20 Jahren spezifiziert.

»Mit der FM3 Familie verfügen wir über eine der umfassendsten MCU-Produktlinien auf Basis des ARM Cortex-M3«, betont Wolf Fronauer, Marketing Manager bei Fujitsu Semiconductor Europe. »Die neue FM4 Familie bietet unseren Kunden einen weiteren Zuwachs an Leistung und Peripheriefunktionen, und sie fügt sich nahtlos in das vorhandene FM3-MCU-Produktportfolio ein. Im Laufe des Jahres werden wir die FM0+-Familie auf Basis des ARM Cortex-M0+ vorstellen.« Diese Mikrocontroller-Familie mit Ultra-Low-Power-Technologie unterstützte insbesondere kostengünstige und extrem stromsparende Anwendungen und werde das Portfolio nach unten abrunden.