Texas Instruments Neue Fab für Analog-ICs in China

Der weltweit größte Hersteller von Analog-ICs, Texas Instruments, setzt den Ausbau seiner Fertigung unbeirrt fort. Jetzt hat das Unternehmen eine Fab der chinesischen Foundry SMIC übernommen.

Dabei handelt es sich um eine 200-mm-Fab, die sich in Chengdu, im Westen Chinas befindet. Damit betreibt TI erstmals eine Fab auf chinesischem Boden. Bisher hatte das Unternehmen nur Design, Service und Vertrieb in dem Land.

Zur Fab gehören zwei Reinräume, von denen TI vorläufig aber nur einen nutzen wird. Er ist rund  11.000 m² groß. Der zweite, rund 12.500 m² große Reinraum soll für den zukünftigen Ausbau der Fertigung bereit stehen.

Wann TI die ersten Chips in Chengdu fertigen wird, sagte das Unternehmen nicht. Allerdings geht TI von einem Umsatz in Höhe von einer Milliarde Dollar pro Jahr aus, den die neue Fab erzielen soll.

China ist ein bedeutender und stark wachsender Markt für Texas Instruments. Gregg Lowe, Vice President Analog bei TI betonte dann auch: »Die Fab in Chengdu stärkt unsere Möglichkeiten, die steigende Nachfrage nach Analog-ICs zu erfüllen, wann und wo sie unsere Kunden benötigen«. So liefert TI etwa analoge Komponenten für die Elektroroller, die in vielen chinesischen Städten die herkömmlichen benzingetriebenen Roller ablösen oder schon abgelöst haben.

TI baut derzeit seine Fertigungskapazitäten in einem hohen Tempo aus. Dabei verzichtet das Unternehmen allerdings auf den Neubau von Fabs und kauft stattdessen Fabs oder Ausrüstung von anderen Halbleiterherstellern.

Erst im Juli hatte TI zwei Fabs von Spansion in Japan übernommen, von denen das Unternehmen allerdings nur eine nutzt. Ende des Jahres werden die ersten Chips in der neuen 300-mm-Fab in Richardson in den USA gefertigt. Das Equipment dafür hatte TI für einen Bruchteil des Neuwertes aus der Insolvenzmasse von Qimonda übernommen.