Negatives Geschäftsjahr für Qimonda

Wie hart der DRAM-Markt ist, hat Qimonda im abgelaufenen Geschäftsjahr zu spüren bekommen. Trotz einer deutlichen Erhöhung der Speicher-Produktion, brach der Umsatz ein.

Qimondas  Verlust für das vierte Quartal beträgt 258 Millionen Euro. Das ist zwar weniger als die 323 Millionen Euro Verlust im dritten Quartal, allerdings noch weit entfernt von den positiven Zahlen im vierten Quartal 2006. Damals hatte Qimonda noch einen Gewinn von 215 Millionen Euro erzielt.

Qimondas Umsatz entwickelte sich im Vergleich zum dritten Quartal hingegen negativ. Er sank um vier Prozent von 740 Millionen auf 711 Millionen Euro. Im selben Vorjahreszeitraum lag der Umsatz noch bei 1,23 Milliarden Euro. Das ist ein Minus von 42 Prozent.

Im gesamten Geschäftsjahr 2007 hat Qimonda einen Umsatz von 3,61 Milliarden Euro erzielt. Das sind 5 Prozent weniger als im letzten Jahr. Damit hat der Speicher-Hersteller einen Verlust von 246 Millionen Euro gemacht. Im vorigen Jahr gab es noch einen Gewinn von 213 Millionen Euro.

Als Ursache für das negative Ergebnis bezeichnete Qimonda-Chef Kin Wah Loh, dass die DRAM-Preise auf neue Niedrigpreise gesunken seien sowie den schwachen Dollar. Als Gegenmaßnahmen nannte er die Erhöhung der Produktivität. So sollen bis Dezember 2007, die Hälfte der Kapazitäten auf 80-nm und 75-nm-Prozesstechnik umgestellt sein. Bis März 2008 sollen es dann 75 Prozent sein. Außerdem soll die Forschung und Entwicklungsarbeit effizienter werden.

Zwar produzierte Qimonda im vierten Quartal 33 Prozent mehr Bits, die Verkaufspreise sanken jedoch um 53 Prozent. Auf das gesamte Jahr gerechnet, erhöhte sich  die Bit-Produktion um 44 Prozent, die Preise sanken um 29 Prozent.

Für das erste Quartal 2008 rechnet Qimonda mit einer Erhöhung der Bit-Produktion um 5 Prozent. Im gesamten Jahr sollen es 50 Prozent sein. Eine steigende Nachfrage bei DRAMs sieht Qimonda vor allem bei Grafik-, Consumer- und Kommunikationsanwendungen sowie bei einer höheren Dichte von PC-Speicher-Modulen.