NAND-Flash: Schwaches zweites Quartal

Seit Beginn des Jahres kämpfen die Hersteller von NAND-Flash-ICs mit kräftigem Rückenwind. Im zweiten Quartal 2008 ist der weltweite Umsatz im Vergleich zum Vorquartal um rund 2,5 Prozent geschrumpft. Fünf der sieben größten Hersteller mussten daher Umsatzeinbußen hinnehmen.

Gegen den Abwärtstrend konnte sich vor allem Micron stemmen. Das Unternehmen verzeichnet zum Vorquartal ein Umsatzplus von beachtlichen 11,9 Prozent. Die Analysten von iSuppli führen das auf eine aggressive Fertigungsstrategie des Unternehmens zurück. Micron forciert die 300-mm-Waferfertigung und will bis Ende 2008 nahezu die Hälfte aller NAND-Flash-ICs mit fortschrittlicher 34-nm-Technologie herstellen.

Die gute Performance von Micron spiegelt sich auch im Marktanteil  wider: Er stieg von 7,8 Prozent im ersten Quartal auf 8,9 Prozent im zweiten Quartal 2008. Langfristig gesehen, könnte Micron sogar seinem Konkurrenten Hynix den dritten Platz unter den weltgrößten NAND-Flash-Herstellern streitig machen, zumal sich Hynix im Jahr 2008 verstärkt auf sein DRAM-Geschäft konzentrieren will. Das könnte zu Lasten der NAND-ICs gehen.

Die weiteren Aussichten im NAND-Flash-Segment sind laut iSuppli düster: Die Analysten gehen auch von einem schwachen dritten Quartal aus. Daher haben die Marktforscher ihre Prognose für das Gesamtjahr 2008 korrigiert: Statt mit einem Umsatzwachstum von +9 Prozent rechnen sie jetzt mit so gut wie keinem Wachstum mehr.