NAND-Flash-Markt kühlt deutlich ab

Nachdem Firmen wie Apple, Sony oder SanDisk weit weniger NAND-Flash kaufen als vorhergesagt, nimmt das amerikanische Marktforschungsunternehmen iSuppli seine Prognose für den weltweiten Umsatz mit NAND-Flash um zwei Drittel zurück.

Ursprünglich hatte iSuppli ein weltweites Umsatzwachstum von 27 Prozent vorhergesagt. Jetzt soll das Marktvolumen für NAND-Flash nur noch von 13,9  auf 15,2 Milliarden Dollar und damit um 9 Prozent wachsen. Das sind rund 4 Mrd. Dollar weniger als ursprünglich angenommen.

Als Hauptgrund für diesen starken Rückgang nannte iSuppli das zurückhaltende Konsumverhalten aufgrund der amerikanischen Immobilienkrise sowie deren Folgen. NAND-Flash wird besonders in der Konsumelektronik wie etwa bei MP3-Playern, USB-Sticks und Digitalkameras eingesetzt.

Wichtiger Indikator auf diesem Markt ist dabei Apple. Das Unternehmen wird rund 20 Prozent weniger NAND-Flash einkaufen, als erwartet wurde. Das sind rund 400 Mio. Dollar. Positiv wirkt sich dabei noch aus, dass Apple in diesem Jahr stärker auf SSD-Speicher (Solid State Disk) statt auf Festplatten für seine Notebooks setzen will.

Neben Apple wird auch der weltweit größte Käufer von NAND-Flash, SanDisk, mit 2,2 Mrd. Dollar nur rund 8 Prozent mehr ausgeben als im vergangenen Jahr. Ursprünglich war iSuppli von 33 Prozent ausgegangen.

Sony, der zweitgrößte Käufer von NAND-Flash, wird mit 1,4 Mrd. Dollar nur 6,8 Prozent statt 16 Prozent mehr ausgeben als 2007.

Die Preise für NAND-Flash-Preise waren im ersten Quartal um 36 Prozent gefallen und im zweiten Quartal noch einmal um 13 Prozent. Für Mitte des Jahres geht iSuppli von einer Stabilisierung der Preise aus.

Der drittgrößte Hersteller von NAND-Flash, Hynix, hatte seine Produktion aufgrund der schwachen Nachfrage zurückgefahren. Nicht zuletzt hatte Intel eine Gewinnwarnung aufgrund der fallenden NAND-Flash-Preise herausgegeben.