MIPS: CEO muss abtreten

John Bourgoin, President und CEO des Prozessorherstellers MIPS, wird seine Ämter spätestens Ende 2009 abgeben.

Offiziell passiert dieser Schritt freiwillig. Aus dem Umfeld der kalifornischen Firma, die mit ihren lizensierbaren Cores primär im Bereich der Konsum-Elektronik aktiv ist, ist jedoch zu hören, dass der Druck auf Bourgoin aufgrund der finanziellen Situation des Unternehmens zunehmend gewachsen ist. Im dritten Quartal des Geschäftsjahres 2009 musste MIPS einen Verlust von 0,8 Mio. Dollar hinnehmen, zudem ging der Umsatz im Vergleich zum letzten Quartal um 14 Prozent zurück.

Nachdem man im August 2007 den portugisischen Analog- und Mixed-Signal-IP-Hersteller Chipidea gekauft hatte, musste man diesen kürzlich für 22 Mio. Dollar an Synopsys veräußern, nachdem u.a. die Integration des Unternehmens nicht so funktioniert hatte, wie man sich das bei MIPS vorgestellt hat.

Bourgoin, der seit 1998 bei MIPS als CEO arbeitet und im selben Jahr den Börsengang realisierte, baute MIPS zu einem fabless IP-Hersteller um. Ab sofort soll mit der Suche nach einem Nachfolger begonnen werden. Sollte dieser früher als bis zum Jahresende gefunden werden, wird Bourgoin voraussichtlich mit sofortiger Wirkung zurücktreten.