Mikrocontroller-Wettbewerb 2007: Gewinner auf der embedded world ausgezeichnet

2007 setzte die Fachzeitschrift Elektronik in Zusammenarbeit mit ST Microelectronics einen Wettbewerb auf, bei dem die pfiffigsten Applikationen für die Mikrocontroller-Familie STR 9 gesucht wurden. Auf der embedded world 2008 in Nürnberg wurden nun die drei Gewinner prämiert.

Der von hoher Resonanz gekennzeichnete Wettbewerb, bei dem für die drei Gewinner Geldpreise in Höhe von 15 000 Euro ausgeschrieben waren, fand mit der Preisverleihung an dem Messestand von STMicroelectronics auf der Embedded World 2008 seinen Abschluss.

Bei der Gewinner-Applikation »Snowball« von Heiko Ott und Bernhard Schloß handelt es sich um einen autonomen Roboter in Kugelform. Wie durch Geisterhand setzt sich die 40 cm große Styroporkugel in Bewegung, beschleunigt, verzögert und fährt Kurven. Je nach Betriebsart werden die Bewegungen der Kugel über eine handelsübliche RC-Fernbedienung gelenkt oder sie fährt vollständig autonom und weicht automatisch Hindernissen aus.

Den zweiten Platz belegte der Biketour Documentation Assistant (BDA) von Holger Behling. Der BDA ist ein Fahrradcomputer, der Fahrradtouren mit Bildmaterial und Daten zur Strecke dokumentiert. Dies geschieht weitgehend automatisch, so dass der Reisende beispielsweise ohne anzuhalten Bildeindrücke fotografisch festhalten kann. Der BDA ist mit einem GPS-Empfänger und mit ein bzw. zwei elektronischen Kameras ausgestattet.

Der GPS-Empfänger dient zur Aufzeichnung des Streckenverlaufs und des Höhenprofils. Eine Headset-Kamera am Fahrradhelm ermöglicht Aufnahmen in Blickrichtung aus der Fahrt heraus. Zu jedem Foto wird der geographische Ort mit abgespeichert. So wird jedes Foto einem Punkt im Streckenverlauf zugeordnet. Eine Kamera ist fest am Fahrrad montiert und nimmt in bestimmten Abständen Fotos von der Strecke auf. Die Einzelbilder können am Ende einer Fahrradtour auf einem PC z.B. als Zeitraffer-Film abgespielt werden. So wird die ganze Tour innerhalb weniger Minuten als „Flug durch die Lande“ dargestellt.

Den dritten Platz belegte die Anwendung von Thorsten Geffers, bei der es sich um ein Low-Cost-Wireless-Sensornetzwerk mit TCP/IP-Anbindung über Ethernet handelt. Die Idee hinter dieser Arbeit ist, dass beliebige Sensoren eines Sensornetzwerks gemeinsam über eine zentrale Einheit, den System-Master, in die TCP/IP-Welt abgebildet werden können, so dass ein Ermitteln der aktuellen Sensordaten prinzipiell weltweit möglich ist, ohne dass die Sensoren dabei aktiv in die Datenkommunikation einbezogen werden müssen. Somit lassen sich die Vorteile von proprietären, kostengünstigen Wireless-Sensoren mit denen des weltweiten Standards TCP/IP nutzbringend kombinieren.