Micron kürzt 15 Prozent seiner Stellen

Micron zieht die Konsequenzen aus dem Preiseinbruch auf dem Speichermarkt: Das Unternehmen schließt seine NAND-Flash-Fertigung und plant, im Verlauf der nächsten 2 Jahre insgesamt über 2.800 Mitarbeiter zu entlassen.

»Wir müssen restrukturieren, um wettbewerbsfähig bleiben zu können«, kommentiert Konzernchef Steve Appelton die Entscheidung. »Auch wir sind nicht immun gegen die aktuell schwierige Wirtschaftslage.« Die Problematik liege für sein Unternehmen in einer Kombination aus sinkender Nachfrage und einem Überangebot am Markt. Die Preise für NAND-Flash seien demnach deutlich unter den Herstellungspreis gefallen, vor allem bei den 200-mm-Produkten.

Micron zieht jetzt die Notbremse: Die IM Flash Technologies (IMFT), ein Joint Venture zwischen Micron und Intel, wird ab sofort keine NAND-Flash-Speicher mehr aus Microns NAND-Fertigung in Boise, USA ausliefern. Die NAND-Flash-Produktion von IMFT schrumpft dadurch um ca. 35.000 Wafer im Monat.

Die Personalkürzungen will das Unternehmen im Verlauf der nächsten zwei Jahre umsetzen. Die meisten Entlassungen wird es laut Micron aufgrund des Fertigungsstopps im NAND-Flash-Werk in Boise geben.