Kley wird Infineon verlassen

Der umstrittene Aufsichtsratschef des Halbleiterkonzerns Infineon, Max Dietrich Kley, wird sein Amt im kommenden Jahr abgeben.

Er werde sich bei der Hauptversammlung im Februar 2010 nicht zur Wiederwahl stellen, kündigte Kley im Rahmen eines gemeinsamen Interviews mit Vorstandssprecher Peter Bauer in der Tageszeitung »Die Welt« an. Zudem soll der Aufsichtsrat von 16 auf 12 Personen verkleinert werden.

Kley war vor drei Monaten bei der Hauptversammlung mit 50,026 Prozent der Stimmen nur äußerst knapp von den Aktionären entlastet worden. Diese sahen in Kley einen der Hauptverantwortlichen für die angespannte Lage des Chipkonzerns.

Nachdem kürzlich ein Artikel der Süddeutschen Zeitung für Irritationen gesorgt hatte, in welchem berichtet wurde, dass der Infineon-Vorstand vom Aufsichtsrat aufgefordert worden sei, »endlich eine Strategie vorzulegen«, stellte sich Kley in dem nun veröffentlichen Welt-Interview ausdrücklich hinter Vorstandssprecher Bauer: »Er treibt die notwendigen Veränderungen energisch voran und setzt sie zielgenau um«, sagte Kley und ergänzte: »Es gibt bei Infineon keinerlei Missstimmung zwischen Vorstand und Aufsichtsrat.«