Jetzt 17,6 Mrd. Dollar: Freescale will Übernahmeangebot annehmen

Der Vorstand von Freescale hat Ende letzter Woche einstimmig zugestimmt, das 17,6 Mrd. Dollar schwere Angebot des Investmentkonsortiums anzunehmen, das von der Blackstone Group angeführt wird.

Das Konsortium bietet den Aktionären von Freescale (Aktien der Klasse A und Klasse B) 40 Dollar pro Aktie, 36 Prozent mehr als der Durchschnittspreis der Freescale-Aktie in den letzten 30 Tagen (bis zum 8. September 2006).

Letzte Woche wurde noch über einen eventuellen Merger zwischen NXP Semiconductors - ehemals Philips Semiconductors - und Freescale spekuliert, denn auch eine Gruppe um KKR (Kohlberg Kravis Roberts) hatte Freescale ein Angebot unterbreitet. KKR, Bain Capital, Silver Lake Partners, Apax und AlpInvest Partners NV halten 80,1 Prozent der Anteile von NXP Semiconductors. Doch auch jetzt ist das Thema noch nicht endgültig vom Tisch, denn die Übereinkunft zwischen Freescale und dem Konsortium rund um die Blackstone Group beinhaltet eine Regelung, nach der Freescale selbst Alternativvorschläge von anderen Parteien während der nächsten 50 Kalendertage einholen darf. Außerdem darf Freescale zu jeder Zeit auf unangeforderte Angebote antworten. Sollte Freescale ein höheres Angebot annehmen, müsste das Unternehmen eine Abbruchgebühr bezahlen, über die Höhe wurde nichts bekannt.