Marktstudie Jedes Dritte DRAM kommt von Samsung

Die DRAM-Hersteller haben wieder ein besonders starkes Quartal hinter sich gebracht. Der Umsatz stieg fast um 15 Prozent im Vergleich zum Vorquartal. Mehr als alle anderen profitierte dabei Samsung, das seinen Marktanteil auf über ein Drittel ausbauen konnte.

Die Marktforscher von iSuppli haben berechnet, dass der DRAM-Markt im zweiten Quartal um 14,4 Prozent zugelegt hat. Das entspricht einem Umsatzvolumen von 10,8 Milliarden Dollar. Diesen Wert soll es zuletzt 1995 gegeben haben.

Davon erzielte allein Samsung einen Umsatz von 3,8 Mrd. Dollar und hält damit einen Marktanteil von 35,4 Prozent. Im Vergleich zum Vorquartal konnte der koreanische Halbleiterhersteller damit seinen Anteil am DRAM-Markt um fast 3 Prozent ausbauen. Dieser Ausbau der Marktstellung ging klar auf Kosten der Konkurrenz wie Micron oder Hynix.

Als Gründe nennt iSuppli die konsequente Umstellung auf neue Fertigungs-Technologien. So konnte Samsung mit der schnellen Umstellung auf die 40-nm-Fertigung die Produktivität deutlich steigern. Im Vergleich zum ersten Quartal legte die Menge der gefertigten Chips (in 1-Gbit-Einheiten gerechnet) um 13 Prozent zu. In derselben Zeit stieg der durchschnittliche Verkaufspreis von 3,03 Dollar auf 3,13 Dollar für 1 Gbit.

Nach Samsung konnte auch der japanische Speicher-Hersteller Elpida stärker als der restliche Markt zulegen. Um 17,7 Prozent stieg der Umsatz im zweiten Quartal. Die Marktforscher führen das auf deutlich höhere Fertigungszahlen als auch auf einen besseren Produkt-Mix zurück.

Mit nur 4,1 Prozent Wachstum konnte der US-Speicherhersteller Micron am wenigsten von der positiven Lage profitieren. Das lag zu einem großen Teil am Fertigungspartner Inotera, der seine Fertigung nicht schnell genug umstellen konnte. Inotera hatte früher auch für Qimonda produziert. Nachdem Micron den Anteil Qimondas übernommen hatte, musste Inotera auch die Fertigung auf die Technologie des neuen Partners umstellen.