iPod Touch – was steckt drin?

Fast wäre er im Rummel um das iPhone untergegangen – der iPod Touch, das neueste Mitglied in Apples iPod-Familie. iSuppli hat einen Blick ins Innere geworfen und überraschende Ähnlichkeit zum iPhone entdeckt.

Das Ergebnis: Der iPod Touch sieht dem iPhone nicht nur äußerlich zum Verwechseln ähnlich, auch das Innenleben gleicht sich: »Schätzungsweise 90 Prozent der Komponenten sind identisch«, so Andrew Rassweiler, Principal Analyst bei iSuppli. »Das Herz beider Geräte ist ein Video-Prozessor basierend auf einem ARM-Mikroprozessorkern mit einem gestackten PoP-Speicher von Samsung für 13,19 Dollar«. Weitere Komponenten sind ein Power-Management-IC von NXP, der Touchscreen-Sensor BCM 5974 von Broadcom und ein Bewegungs- und Beschleunigungssensor von STMicroelectronics.

Insgesamt belaufen sich die Materialkosten des iPod Touch laut iSuppli auf knapp 150 Dollar. Bei einem Ladenpreis von 299 Dollar liegt die Gewinnmarge für Apple gewohnt hoch. Rechnet man Herstellung und Prüfung mitein, liegt sie immer noch bei 92,9 Prozent.

Bezogen auf die Funktionen ist der iPod Touch tatsächlich ein iPhone-Klon ohne Telefoniefunktion. Die Hauptmerkmale des iPhones sind abgesehen von der Mobiltelefon-Funktion alle vorhanden: Das 3,5-Zoll-Touchdisplay, Wi-Fi-Antenne für drahtlosen Internetzugang und ein Orientierungssensor.

Auch bezogen auf den Speicher unterscheidet er sich von seinen größtenteils festplattenbasierten Vorgängern: Die High-End-Version ist mit einem 16-Gbyte-NAND-Flash-Speicher von Toshiba ausgerüstet. Das ist der bisher größte von Apple eingesetzte Flash-Speicher. Das iPhone ist im Vergleich dazu nur mit maximal 8 Gbyte erhätlich.

iSuppli geht davon aus, dass Apple ca. 8,5 Millionen Exemplare des iPod Touch der ersten Generation fertigen wird und im dritten Quartal 2008 ein Nachfolgermodell – eventuell parallel zur 2. Generation des iPhones – vorstellen wird.