Intel zeigt erste 32-nm-Prozessoren

Mindestens ein Jahr vor Wettbewerber AMD hat Intel am 10. Februar in San Francisco seine ersten in 32-nm-Prozessen gefertigten Prozessoren vorgestellt.

Die Westmere-Chips für PCs und Laptops, die Ende des Jahres ausgeliefert werden sollen, enthalten neben der CPU auch noch einen in 45-nm-Prozesstechnik gefertigten Grafik-Chip. Intel-Konkurrent AMD plant erst 2011 erste 32-nm-Prozessoren auszuliefern.

Intel-Fellow Mark Bohr wiederholt im Wesentlichen Aussagen von der IEDM 2008, wo der 32-nm-Prozess im Detail vorgestellt wurde. Die Westmere-Prozessoren sind verkleinerte Versionen der existierenden 45-nm-Nehalem-CPUs, dürften jedoch rund 20 Prozent schneller werden. Die ersten beiden Derivate, die Ende 2009 ausgeliefert werden, heißen Clarkdale und Arrandale, beides Dual-Core-CPUs mit jeweils zwei Threads pro Core (Hyperthreading).

2010 soll mit Gulftown noch ein High-End-6-Core-Chip mit insgesamt zwölf Threads kommen.

Diskrete Systeme (links) und SoCs auf Atom-Basis (rechts) werden zukünftig in unterschiedlichen 32-nm-Prozessen gefertigt.

Die eigentlich bemerkenswerteste Nachricht war, dass für SoC-Designs, die auf einem Atom-Core basieren werden, ein separater 32-nm-Prozess aufgesetzt wird. Dieser soll zwar auf demselben Fab-Equipment laufen wie der reguläre Prozess, allerdings für extrem niedrige Leckströme, höhere Spannungen und eine größere Variabilität bei den I/Os optimiert sein.

Es ist davon auszugehen, dass Intel einsehen musste, dass für die Atom-Zielmärkte (u.a. Mobile-Internet-Geräte (MIDs), Automotive und Medizintechnik) der Energieverbrauch auf Basis des auf Rechenleistung optimierten CPU-32 nm-Prozesses zu hoch wäre und man gegenüber Wettbewerber ARM, der mehrere Low-Power-Architekturen im Portfolio hat, ins Hintertreffen geraten würde.

Der 32-nm-Prozess wird bis 2010 nacheinander in den Fabs D1D in Oregon, D1C ebenfalls in Oregon, Fab32 in Arizona und FaB 11x in New Mexico installiert.