Sicherheit im Netz Intel übernimmt McAfee

Es ist seit langem der größte Zukauf eines Halbleiterherstellers: 7,7 Milliarden Dollar legt Intel für den Hersteller von Antivirus-Software hin. Damit holt sich der Intel Sicherheits-Know-how ins Haus.

An oberster Stelle von Intels Geschäftsstrategie steht das Ziel, Prozessoren zu entwickeln, die energie-effizient rechnen sowie Hard- und Software für den Internet-Zugang zu bieten. Mit der Übernahme von McAfee kommt ein weiterer Baustein hinzu, der ab jetzt höchste Priorität hat: Sicherheit. »Sicherheit ist ein fundamentaler Teil des Online-Computings« sagt ein Intel-Sprecher. Den Sicherheitgewinn, den Intel sich durch dem Kauf von McAfee erhofft, lässt sich das Unternehmen 7,7 Milliarden Dollar kosten. So hoch ist der Kaufpreis, wenn man den Aktien-Übernahmekurs von 48 Dollar auf den Unternehmenswert hochrechnet.

Erstaunlicherweise sieht Intel den Wert von McAfee nicht im Zusammenhang mit dem Schutz von PCs, sondern von neuartigen mobilen Internetgeräten. Bei diesen Geräten sieht Intel großen Nachholbedarf was die Sicherheit betrifft. »Heutige Herangehensweisen bei der Sicherheit können die modernen, ans Internet angeschlossenen Geräte nicht adäquat schützen,« heißt es bei Intel. Namentlich aufgeführt werden mobile, drahtlose Geräte, Fernseher, Autos, medizinische Geräte sowie Geldautomaten.

McAfee wird in die »Software and Services Group« integriert. Das Unternehmen wurde 1987 gegründet und erzielte 2009 einen Jahresumsatz von 2 Milliarden Dollar.